Der Maßstab im Modellbau

Immer wieder beobachte ich im Internet, das viele „Modellbauer“ vor einer schier Unlösbaren Aufgabe stehen, hier in die verschiedenen Maßstäben umzurechnen! Oft wird gefragt "Wie groß ist 1:72?" oder "Wie Rechne ich ein Original Maß in den jeweiligen Maßstab um??!"

 

Hier werden ganz einfach die Normalen Grundrechenarten angewendet, im Speziellen das Dividieren bzw´. Multiplizieren.

 

Addition         = zusammenzählen   = plus

Subtraktion    = abziehen                 = minus

Multiplikation = mahlnehmen           = mal

Dividieren      = teilen                       = durch

 

Sicher, in Zeiten den Internets gibt es mittlerweile viele Seiten die einen sogenannten „Maßstabsrechner“ bereithalten, in dem man nur noch das Originalmaß und den Maßstab eintragen muss und am Ende dann das gewünschte Ergebnis zu bekommen.  Betrachtet man mal die Maßstabsangabe genauer, stellt man fest dass man hier das Dividieren eines Originalen Maßes mit dem Umrechnungsfaktor leisten muss. Also das Teilen anwendet. Umgekehrt ist dies Natürlich auch möglich, also vom angegebenen Maßstab zum Original Maß Umrechnen möchte. Dies geht dann in der umgekehrten reihenfolge. Hier wird das Multiplizieren (mal nehmen) mit dem Maßstabsfaktor angewendet. Hier ist aber Vorsicht geboten. Oft ist es so das wenn ein Original Maß in den jeweiligen Maßstab umgerechnet wurde, auch werte nach dem komma angegeben werden. Um dann das weiterarbeiten mit diesen Ergebnissen zu vereinfachen rundet man dann diese Werte auf oder ab.

 

Ein Modell ist immer die Verkleinerung eines Original Vorbildes. Das kann eine Architektur sein aber auch Fahrzeuge zu Luft im Wasser und auf dem Boden. Selbst die Wiedergabe im Modell macht auch vor Figuren und Gegenständen unseres Täglichen Lebens nicht halt. Nun kann es jeder beliebige Maßstab sein in dem man ein Modell Wiedergeben möchte. Das hängt davon ab was man an dem Modell selber wiedererkennen möchte. Bei gekauften Bausätzen stehen die Maßstäbe dann aber auch schon fest in denen das Modell wiedergegeben wird. Hier z.b. 1:32, 1:35, 1:48, 1:24, 1:25,  1:18, 1:16, 1:12, 1:9 usw. ……

 

Was gibt die Maßstabsangabe eigentlich alles an?

Um ein Modell in den Richtigen Proportionen wiederzugeben ist es unverzichtbar einen Maßstab aus zu wählen. Die Angabe 1:2 bedeutet das hier das Modell zum Original zwei mal kleiner ist. Die 1 vor dem Doppelpunkt gibt an dass das Vorbild in Originaler Größe dargestellt ist. Die 2 nach dem Doppelpunkt zeigt an dass das Modell zwei mal kleiner wie das Original dargestellt ist. Wird nun die Zahl nach dem Doppelpunkt Größer bedeutet das, dass das Modell um den Faktor den die Zahl nach dem Doppelpunkt wieder gibt, kleiner ist. Desto Größer die Zahl umso kleiner das Modell. Bei einer Maßstabsangabe von 1:24 wäre z.b. das Modell Vierundzwanzig mal kleiner wie das Original. Hier kann man nun schon erkennen, dass man das Originalmaß durch 24 teilen müsste um dann das Bauteil vierundzwanzigmal kleiner darzustellen.

 

Ein Beispiel;

Nehmen wir an das der Achsabstand einer Doppelachse an einem LKW 1300 mm ( 1 Meter 30 Zentimeter, oder 1300 mm) beträgt. Diese Angabe bezieht sich hier von dem ersten Drehmittelpunkt der ersten Achse, zum zweiten Drehmittelpunkt der zweiten Achse.

Also müssen wir die 1,3 Meter oder besser 1300 mm durch 24 Teilen.

1300 / 24= 54,166666 (Periode)

 

... und hätten hier dann das Maß vierundzwanzigmal kleiner gegenüber dem Original, hier 54,2 mm. Nun kann es vorkommen das ein Ergebnis mal als Periode angegeben wird in diesem Fall war es 54,166666….. Wer damals in der Schule aufgepasst hat dem ist bekannt das bei solchen Ergebnissen alles was am Ende einer Periode über 5 ist aufgerundet wird bzw. unter 5 ist dann abgerundet wird. Hier habe ich das Maß dann auf 54,2 mm aufgerundet weil die „Periode“ hier über 5 ist. Man kann hier nun auch die Gegenprobe machen und Multipliziert (mahlnehmen) die 54,2 mm mit dem Maßstabs Faktor 24 und bekommt dann als Ergebnis 1300,8 also Achthundertstel mehr als das Original. Diese Minimale Abweichung ist hier zu verschmerzen da man dies im Vergleich mit dem Original, mit dem bloßen Auge nicht mehr wahr zu nehmen ist geschweige denn Handwerklich um zu setzten.  Zusammengefasst ist eigentlich die Maßstabsangabe nichts weiter als ein Hinweis wie man zusätzliche Details proportional zum Modell richtig Umrechnen kann.

 

Originalmaß(1) –Dividiert–Größenfaktor (24)  = Ergebnis im Maßstab

 

     1300 :  24 = 54,1666666 ( 54,2 mm )

 

         1   :  24 = Ergebnis Modellmaß

 

Hinter der Angabe 1, steht immer das Originalmaß und kann so gut wie jeder Faktor/ Zahl stehen, z.b. 23,5  oder 31,3 . Dann ist das Maß was man durch 23,5 oder 31,3 Dividiert (teilt) 23,5 mal kleiner bzw. 31,3 mal kleiner. Wichtig ist nur das, das man das "Originalmaß" mit dem Faktor, der hinter der 1 steht, Dividiert (teilt).

 

Es ist kein Hexenwerk. Auch muss man kein promovierter Akademiker oder Rechenakrobat sein. Es ist eine einfache Grundrechenart, die jeder bereits in der Grund oder weiterführenden Schulen beigebracht bekommen hat, sich aber seltsamerweise nicht mehr dran erinnern kann, weil man dank Internet zu bequem geworden ist...

 

In diesem Sinne.

 

 

  23. Modellbau Ausstellung

 

„ON THE ROAD“

 

Vom 10.03.-11.03.2018

 

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2. Steirische Modell-

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07. & 08. April 2018

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