Heavy Metal auf 32 Reifen

US. Schwerlast Trailer "Kalyn-Siebert" M 1:24 Eigenbau nach Zeichnungen

Das Original

Hier handelt es sich um eine robuste, wie simple Konstruktion in Heavy metal, also keine hochtechnischen Geräte mit Hydraulik-Elementen, elektronischer Steuerung und anderen High Tech Features.  Anders als in Deutschland, ist Amerika sehr groß , man hat  viel Platz , breite Straßen und somit kaum Probleme derartige Ungetüme durch die Gegend zu ziehen.

Das ist auch der Grund, warum man solche Fahrzeuge hier nicht zu sehen bekommt und macht dieses Modell so interessant.  Bei einem Besuch 1993 von Klaus Lassen in Kalifornien bei „Bill Signs Trucking“  nahm er von diesem Trailer Daten, Maße und Fotos

Die Vorbereitung...

gestaltete sich nach Sichtung der  Zeichnungen, Fotos und der Layout-Abbildungen für mein Empfinden recht einfach. Hier kann man sich ganz auf Kunststoffplatten-Material der Dicken von 0,75 bis 1,5 mm beschränken. Man sollte sich auch im klaren sein, daß dieser Trailer ein Längenmaß von 110cm! ( Ein Meter und zehn Zentimeter) im Modell hat. Rechnet man noch die Zug-Maschine dazu, kommt man locker auf ca. 140 cm! Nach dem ich mir nun die Zeichnungen, Fotos und Layout Abbildungen nähergebracht hatte, entschloss ich mich, den Bau in drei Stufen einzuteilen.

1.      Dolly / Zwischensattel (oder Vorderwagen)

2.      Deck / Ladefläche mit abnehmbaren Gossenek / Schwanenhals.

3.      Jeep / Nachläufer.

Auch war die Frage, welchen Reifen und Felgen verwende ich für den Dolly? Da wurde ich bei Revell schnell fündig und entschloss mich diese aus dem Bausatz des Actros & Racing Trailer Nr. 07572 zu nehmen. Für den Jeep/ Nachläufer bediente ich mich der Felgen aus dem Italeri / Faller Programm des Bausatzes Nr. 712 (Scania Top Line) für die inneren Felgen und dem Bausatz Nr. 3892 (Western Star Consteelation) der äußeren Chrom Felgen. Am Ende des Bauberichtes sind auch noch mal alle benötigten Teile tabellarisch aufgeführt.

Den „Dolly“/ Zwischensattel...

findet man auf der Maßzeichnung Nr.1 (Im M 1:25) und Layout-Teile Ansicht Zeichnung Nr. 1 A. Eine Anmerkung vorne weg. Wie man auf den Original Fotos & Zeichnungen  erkennen kann, befinden sich am Dolly zur Gewichtserleichterung rechteckige Aussparungen an Seiten und Querträgern. Dies habe ich an meinem Modell rund dargestellt. Grund ist einfach der, daß es mir vor dem Bau nicht möglich war, ein Werkzeug anzufertigen (oder zu bekommen) mit dem ich diese Rechteckigen Löcher fertigen konnte. Nach dem ich dann mit dem Dolly begonnen hatte und auch die runden Löcher gestanzt waren, machte mich ein guter Modellbau Kollege ,Klaus Clever, darauf aufmerksam, daß er eine rechteckige Lochstanze hergestellt hat, anbei ein Foto von der Gleichen. Der Vorteil dieses zu bauenden Modells besteht aber darin, daß man keine Dreidimensional gewölbten Oberflächen herstellen muss, wie z.b. Führerhaus-Kabinen oder Motorhauben... Man kann sich ganz auf Polystyrol Plattenmaterial der von 0,75mm bis 1,5 mm Dicke beschränken. Zunächst ist es sinnvoll mit den Rahmenteilen zu beginnen. Mit Transparentpapier, das ich über die Zeichnung legte, nahm ich die Konturen der Einzelnen Teile ab und übertrug diese auf 1mm Polystyrolplatten,  schnitt diese aus und prüfte diese auf Maßhaltigkeit mit der Originalzeichnung . Für die Löcher verwendete ich  die bereits erwähnte Lochstanze (siehe Foto). Wer keine Lochstanze besitzt, kann  die Löcher aber auch bohren. Das ist zwar etwas mühsamer aber man kommt zum gleichen Ergebnis. Nach dem „Löcher stanzen“ mussten die Seiten und Querträger hergestellt werden, die im Querschnitt ein H bilden. Dazu werden Streifen zugeschnitten und aufgeklebt, alle Maße kann man ohne Probleme aus der 1:25er Zeichnung entnehmen. Eine große Hilfe sind  auch die Layout / Teile Zeichnungen in DIN A 3.  Anhand derer kann man gut erkennen wie das zu fertigende Bauteil erstellt werden muß und es nachher verbaut wird. Man hat somit immer eine Orientierungshilfe. Lediglich das Getriebe für die Stützen musste ich nach Maßen aus anderen Bausätzen herstellen. Für die Nachbildung der Schraubenköpfe bediente ich mich aus dem Zubehör-Angebot des Militärmodellbaus im M 1:35. Hier hat United-Fun zwei verschiedene  Schraubenkopfgrößen  im Angebot, die sich an dem Trailer sehr gut  verarbeiten lassen. Bei der Aufnahme der Sattel-Platte ,die ich aus meiner Ersatzteilekiste entnahm, musste auch improvisiert werden. Aber Dank der vielen Originalbilder konnte ich mir schnell ein Bild davon machen wie die Aufnahme zu bauen war. Nach dem die Rahmen und Querteile alle verklebt, geschliffen und gesäubert waren, setzte ich den Rahmen des Dolly´s  zusammen. Dazu wurde dieser „trocken“ zusammengefügt und mit Gummibändern zusammen gehalten. Von innen ließ ich dann mit der Klebekanüle ,die an der Flasche ist, den Kleber in die Ecken laufen und gut durchtrocknen. Nun begann ich mit den Lager und Radaufhängungen . Leider ist aus der Zeichnung nicht ersichtlich wie die Radaufhängung und Befestigung der Achsen am Original gelöst ist . Nach betrachten der Original-Fotos anhand des Nachläufers, ist dort die Befestigung zu erkennen. Diese übernahm ich dann auch für den Dolly (siehe Zeichnung) Die Bremszylinder wurden nach Foto selber hergestellt und dann abgegossen. Auch das Bremsgestänge wurde nachgebildet. Als Aufnahme der Reifen, die ich aus dem Revell Bausatz des Actros & Racing Trailer  Nr. 07572  nahm ,insgesamt 16 Stück!! verwendete ich ebenfalls aus diesem Bausatz die „Bremstrommel“ Bauteil Nr. 45 H  . Das Lager der Radaufhängung wurde aus 4 mm Rohrmaterial von „Evergreen“ hergestellt und wie auf den Fotos mit den Schraubenköpfen von United Fun versehen. Da die Felgennabe eine Chrom-Abdeckung hat, musste ich nun sehen wie dieses umgesetzt werden konnte und da kam mir die Idee mit dem Druck-Bleistift der eine solche Kappe hatte (siehe Foto). Davon besorgte ich mir 4 Stück. Diese passte perfekt auf die Radnabe und musste lediglich gekürzt werden. Der Durchmesser der Kappe beträgt außen 7,5 mm. Diese bekommt man in jeden Schreibwaren Geschäft. Die Druckluft -Anschlüsse ,am vorderen Teil des Dollys, sind aus einem Revell Bausatz von dem ich aber heute nicht mehr sagen kann, aus welchen diese stammen.  Im Italeri Truck Accessories Nr. 720 sind aber auch Druckluft-Anschlüsse enthalten, die ebenfalls dafür genommen werden können. Bis hierher gestaltete sich der Bau für meinen Geschmack und Können erstaunlicherweise sehr unproblematisch und war beeindruckt  wie schnell (ca. 1 ¾ Monate) der Dolly im unlackierten Zustand nun vor mir stand. Als nächstes musste nun Lackiert werden. Da ich auch den „Bill Signs“ Truck von Revell vor den Trailer spannen werde, verwendete ich auch die Farbangaben von dem Führerhaus des Peterbilt und mischte diese laut Bauplan in dem Verhältnis 60% Revell Eisenfarbig  40% Schwarz Glanz.  Nach gutem durchtrocknen des Lacks wurden dann noch die „Sidmarkers“ Seitenlichter angebracht. Diese entnahm ich ebenfalls aus einem Revell-Bausatz. Die runden Reflektoren fertigte ich aus rund ausgestanzter dicker Alufolie aus, auf der ich einen Tropfen Tamiya Orange Klar (X-27)  gab. Die Schmutzlappen hinten bildete ich aus einem mit matt-schwarzer Farbe getränkten Papiertaschentuch nach. Als Befestigung wurde ein Winkelprofil von „Evergreen“ verwendet und ebenfalls mit den Schraubenköpfen von Untited Fun versehen. Am unteren Ende der Schmutzlappen wurde noch eine Versteifung aus  Aluminiumblech angebracht.  Die Fettschmiere auf der Sattelplatte bildete ich aus einer Mischung Glanzklarlack, Graphit und Schwarzer Künstlerkreide nach. Das ganze vermischte ich untereinander zu einem zähen Brei und trug es dann auf die Sattelplatte auf. Am Ende des Dolly´s wurden dann noch weitere so genante „Katzenaugen“ gebaut und befestigt. Aufgefallen ist mir beim Bau des Dolly´s auch das dieser bis auf die Sidmarker keine richtige Beleuchtungsanlage aufweist z. b. Blinker, Rücklicht usw.

Nach Fertigstellung des Dollys habe ich nun das Deck / Ladefläche mit Goseneek (Schwanenhals) im Bau über den ich dann später in Teil 2 berichten werde.

 

 

Das Deck mit Goose Neek...

Wie beim Dolly ist es auch hier sinnvoll, zuerst mit dem eigentlichen Rahmen zu beginnen.  Mit Transparentpapier, das ich über die Zeichnung legte, wurden die Teile nachgezeichnet  die angefertigt werden mussten und übertrug diese auf 1mm Platten material aus denen ich dann die Teile ausschnitt. So verfuhr ich bei allen anderen zufertigen Bauteilen und auch beim Goose Neek. Lediglich Bauteil Nr. 66 das ist ein „V“ Querträger im hinteren bereich des Decks, fertigte ich mir anhand der Original Fotos, eine  Maßzeichnung an, mit der ich dann dieses Teil herstellen konnte. Für die übrigen Querträger ,insgesamt 77 Stück!, sollte man sich eine kleine Schablone für den Zuschnitt anfertigen, um sicher zustellen, das diese Teile letztendlich alle das gleiche Maß haben. Auch die Durchbrüche (Löcher) in den Querträgern sollten genau platziert sein, auch hier empfiehlt es sich beim bohren oder stanzen eine Anlegemöglichkeit zu schaffen. Man bedenke, dass man alleine am Deck sage und Schreibe !!479!! Löcher anbringen muss. Nach meiner Bauerfahrung mit diesem Teil würde ich euch aber die Stanz - Variante empfehlen, diese ist genauer, und das Loch wird auch wesentlich schärfer an den Kanten ausgebildet.

Für die Aufnahme des Goose Neek wurde am Deck eine „V“ förmige Passung angefertigt, wo das Gegenstück, das sich am Goose Neek befindet, wie am Original exakt hinein passt. (siehe Fotos). Quer in dieser Fuge brachte ich dann noch einen 1 mm Metallstift ein, zur Arretierung des Goose Neek (siehe Fotos). Auch das Rahmenteil des  Goose Neek, wurde auf diese Art angefertigt. Alle Teile sollten aber stets mit der Zeichnung auf Maßhaltigkeit überprüft werden. Da auch hier fast alle Teile im Querschnitt als H Träger ausgebildet sind, wurden diese wie folgt hergestellt. Zuerst schnitt ich mir Streifen der Breiten von 5 mm bzw. 7 mm zu, e nach dem welches Teil gerade zu fertigen ist. Diese wurden auf die länge gekürzt, die für das Teil benötigt wird und auf dem „gelochten“ Teil so aufgebracht, daß dieses dann im Querschnitt ein H bildet. Bei den langen Rahmenteilen  „heftete“ ich diese Streifen mit Sekundenkleber an und richtete diese dann an einem Lineal aus. Für die eigentliche Verklebung ließ ich den Kleber mittels der feinen Kanüle, die sich an der Kleberflasche befindet, in die Ecken laufen und legte dieses Teil zum durch trocken ca.1 Tag zur Seite. Damit man nach dem lackieren die Klebestellen nicht sichtbar sind, kann man mit feiner Stahlwolle die Teile gut abreiben und dann unter klarem Wasser abspülen. Da man beim reiben am Plastik (Polystyrol) das Material statisch auflädt, zieht dieses dann auch immer den Staub an. Diesen Effekt kann man dann mit dem Abspülen unter klarem Wasser wieder rückgängig machen. Dem Wasser kann man auch etwas Spülmittel dazugeben, um eventuelle Fettflecken zu entfernen. Nach dem trocknen beginnt nun der Zusammenbau des Decks. Hier muss man mit absoluter Sorgfalt rangehen. Auch hier kommt wieder der Sekundenkleber zum Einsatz. Aber ACHTUNG! achtet darauf, dass Ihr beim arbeiten mit dem Sekundenkleber immer für gute Durchlüftung des Raumes sorgt. Das einatmen der Dämpfe ist Gesundheitsschädlich!.

Für die Querträger fertigte ich mir Abstandhalter an. So ist gewährleistet, dass jedes Teil exakt den gleichen Abstand hat. Dank meiner Tätigkeit als Schreiner, war es mir auch möglich, die Holzabdeckungen links und rechts auf den abgesenkten Teilen des Decks aus der Holzart Esche anzufertigen. Dieses Holz hat für meinen Geschmack eine schöne Holzmaserung, die zu diesem Maßstab passt und auch die Farbe trifft genau zu. Diese wurden auch genau wie in der Zeichnung angegeben auf diese Maße angefertigt. An den Enden wurden dann noch die Löcher für die Befestigungsschrauben gebohrt und die Teile auf dem Deck angebracht. Die Schrauben bildete ich aus Stecknadeln  mit kleinem flachen Kopf nach.

Trotz alledem ist das Zusammenfügen immer noch eine zeitraubende Geduldsarbeit. Zum Goose Neek an sich, gibt es nicht all zuviel zu sagen. Der Bau des gleichen geht auch recht einfach von der Hand, wenn man die Maße der Zeichnung beachtet. Auch sollte darauf geachtet werden, daß dieser mit der Passung am Deck übereinstimmt, da man diesen dann auch am fertigen Modell demontieren kann. Der freibleibenden Raum zwischen den Querträgen (am Goose Neek) kann später dann noch mit „Unterleg“ Material in form von Kanthölzern oder diversen Werkzeugen, die ich bei Preiser im M 1:24 (Artikel Nr. 57301) gesehen habe, aufgefüllt werden. An den Seitenteilen des Decks befinden sich auch noch sogenannte Zurr- Ösen. Diese wurden ebenfalls aus „Evergreen „ U Profil 2mm Nr.262 nachgebildet. An einer Seite wurde das U Profil schräg mit einem Messer abgeschnitten und auf eine Länge von 4 mm gebracht. Davon müssen insgesamt (für beide Seiten) 26 Stück angefertigt werden. Diese Teile wurden von mir mit dem Kleber von Microscale (Micro Weld) angebracht. Der Kleber hat den Vorteil, daß man diesen nicht punktgenau aufbringen muss sondern schon etwas großzügiger mit dem Pinsel auftragen  kann. Es ist auch nicht sonderlich schlimm, wenn etwas zuviel von diesem  aufgetragen wurde. Dieser trocknet rückstandlos aus und verbindet nur die Kontaktstellen der Teile, die miteinander verbunden werden sollen. Zudem ist dieser Lösungsmittelfrei. Sollte hier doch mal eine Stelle sichtbar bleiben, kann man auch diese dann mit feiner Stahlwolle wegreiben. Beim Bau der  hinteren Kästen (Bauteile 68 & 69), ist vor dem Anbringen auch noch darauf zu achten, daß von innen in der gewünschten Farbe vorlackiert werden muss, da man nach dem Anbringen keine Möglichkeit mehr besteht, dieses  vorzunehmen. Ich habe mich bei diesem Bau für die Farbangaben ,wie auch schon bei dem Dolly ,aus dem Revell Bausatz des  „Bill Signs“ Peterbilt Truck Nr. 07522  entschieden. Basierend auf  das Farbensortiment von Revell  Schwarz Glanz Nr. 7, 60 % und  Eisenfarbig Nr. 91, 40%, mischte ich auch hier diesen Farbton zusammen. Alle anderen Teile können vor dem lackieren zusammen gefügt werden.

Das Lackieren des Decks ist nicht gerade eine einfache Angelegenheit. Dadurch, das die Querträger doch sehr dicht zusammen sitzen, kommt man mit dem Farbstrahl des Airbrushs nicht so einfach in die letzte Ecke. Ich begann damit, dass Deck (Ecken) von „innen“ her fein einzunebeln. Dabei stelle ich die Düse auf „fein“ ein, dass nicht direkt so viel Farbe austrat und sich unschöne Farb- „Nasen“ bildeten. Nachdem dies nun nach einiger Zeit vollbracht war konnten die äußeren Flächen lackiert werden. Aber wie gesagt, solltet Ihr das Deck „von innen“ erst dünn „einnebeln“ und immer etwas mehr werden. Danach erst sollten die leicht zugänglichen Flächen außen lackiert werden. Sollte es doch mal vorkommen, daß man nach dem kompletten Zusammenbau feststellt, dass die eine oder andere Ecke nicht mit Farbe bedeckt ist, kann man immer noch mit dem Pinsel nacharbeiten. Nach gutem Durchtrocknen der Farbe, begann der letzte Schliff, dass anbringen der „Sidmarkers“ (Seitenlichter) die ich aus dem Revell Programm entnommen hatte. Auf den Fotos ist aber auch deutlich zu erkennen, dass sogenannte Katzenaugen angebracht sind. Diese bildete ich aus rund ( 2,5 mm) ausgestanzter  dicker Alufolie nach, auf der ich einen Tropfen Klar Orange von Tamiya Nr. X26 gab die ich wiederum nach dem trocknen, an den Stellen die man auf den Original Fotos erkennen kann, anbrachte.

 

 

Den „Jeep“ (Nachläufer)...

Wie in den vorangegangenen Berichten, habe ich auch hier zuerst mit den Rahmenteilen begonnen. Die Löcher können aber auch hier gebohrt werden wobei ich das Stanzen, wegen der Genauigkeit vorgezogen haben. Das Pendelfahrwerk bildete ich wie in der Zeichnung und den Original Fotos nach. Hier kamen wieder die Rund/Rohrprofile aus dem „evergreen“ Programm zu Einsatz.  Damit die Achsen auch am fertigen Modell beweglich sind, wurden diese aus 5,5mm Rohrmaterial von „evergreen“ gebaut. Dadurch wurde dann ebenfalls von „evergreen“ ein Rohr von  4mm Durchmesser durchgesteckt und nicht verklebt! Das Rohr mit dem Durchmesser von 5,5mm wurde mit 1mm Kupferdraht am Rahmen mit Sekundenkleber angebracht. Von unten wurde dann noch an den Rahmenteilen eine rechteckige Platte mit Schraubenköpfe angebracht . Weiter ging es dann mit den Bremszylindern, Bremsgestänge, Halterungen und Felgenabdeckungen an der Achse. Die Bremszylinder hatte ich ja schon für den Dolly angefertigt und in ausreichender Stückzahl abgegossen so das ich nun darauf zurückgreifen konnte. Das Bremsgestänge bildete ich aus 1mm Kupferdraht und  Rundmaterial ebenfalls (1mm)von „evergreen“ nach. Dazu wurde am Kupferdraht eine Seite mit der Flachzange plattgedrückt und an dieser Stelle mit einem 1mm Bohrer mittig aufgebohrt um die Umlenkung aufzunehmen. Die Halterung der Bremszylinder wurden aus 0,5 mm Kupferblech angefertigt und später an der Achse mittels Sekundenkleber befestigt. Danach wurde dann noch die runden Felgenabdeckungen hergestellt, ebenfalls aus 1mm Plattenmaterial. Diese wurden in einem Durchmesser von                                           21 mm ausgeschnitten, mit einer Bohrung von 4mm versehen und an den Achsenden mittels Plastikkleber angebracht.  Auch ist darauf zu achten, das die Querträger und die Stoßstange am hinteren Teil des Nachläufers in einer Flucht sind und nicht verzogen angebracht werden. Hier ist schon bei der Anfertigung der einzelnen Teile auf Maßhaltigkeit zu achten. Jede Ungenauigkeit führt dazu, daß der Rahmen nachher beim Zusammenbau verzogen ist und nur sehr schwer wieder zu richten ist. Ansonsten stößt man, wenn man genau arbeitet, auch hier auf keine unlösbaren Probleme. Alles lässt sich exakt nach Plan und Maß anfertigen. Vorausgesetzt man bringt einige handwerkliche Fähigkeiten im Umgang mit Werkzeugen und Materialen dieser Art mit.

Nun muss auch der Nachläufer am Deck/ Ladefläche eine Aufnahme finden, die ich beim Bau des gleichen noch nicht berücksichtigt hatte, weil ich nicht so genau absehen konnte, wie sich der Bau des Nachläufers gestaltete. Nach dem nun der Rahmen des Nachläufers im Rohbau fertig war, konnte ich auch hier dann auch eine Lösung finden. Wie auf den Bildern zu sehen ist, wurde kurzer Hand noch ein Streifen 1mm Polystyrol der Breite 20mm und der Länge von 44mm eingeklebt und darauf dann die vorher angefertigten Lager befestigt. Auch die Lager wurden auch aus Rohrmaterial von „evergreen“ 5,5mm hergestellt.

Seitlich wurden an den „Lagern“ dann noch Laschen angeklebt damit der Eindruck entsteht daß diese Teile aus zwei Hälften bestehen die mit den Schrauben zusammen gehalten werden. Oben und unten wurden dann zwecks Detailtreue auch noch Schraubenköpfe angebracht. Damit der Nachläufer bzw. die Lager auch exakt am Deck befestigt werden, sollte das ganze „Trocken“ erst mal probeweise am Deck befestigt und ausgerichtet werden und erst dann richtig miteinander verklebt werden.  Nach dem nun alles angefertigt ist, wurde das ganze wie schon in den vorangegangenen Teilen mit den Revell Farben „Schwarz Glanz Nr. 7, 60% und „Eisenfarbig Nr. 91, 40%  gemischt und mit der Airbrush lackiert. Nach gutem austrocknen der Farbe wurden dann noch die Reifen (aus dem Italeri Programm) befestigt. Aus dem Revell Programm verwendete ich auch noch die „Sidmarkers“ die ich vorher mit Orange Klar von Tamiya  Nr. X26 einfärbte. Die „Katzenaugen“ am hinteren Teil des Trailers bildete ich aus rund ausgestanztem Alublech dar, auf dem ich ebenfalls von Tamiya Klar Rot Nr. X27 aufbrachte. Die Schmutzlappen bildete ich aus Papiertaschentuch nach. Dieses wurde grob auf Maß geschnitten (nicht den perforierten und /oder geprägten Rand verwenden!) und dann mit Matt Schwarz von beiden Seiten gestrichen. Nach dem austrocknen wurde dieser dann auf maß geschnitten und oben und unten mit einem Alublechstreifen versehen und am Heck befestigt. Das „OVERSIZE LOAD“ Schild wurde am PC von dem Original Bild eingescannt und geringfügig in der Qualität nachbearbeitet und auf einem Tintenstrahl Drucker in „bester Qualität“ auf die gewünschte Größe ausgedruckt. Auch die Begrenzungs- Fahnen sind in Eigenbau entstanden. Beschreibung folgt.....

 

Fazit.....

auch hier sind keine Probleme beim Bau aufgetreten. Mit etwas Überlegung und guter Vorbereitung ging auch dieser Teil des Baus schnell von der Hand. Hätte mir jemand gesagt das ich diesen Trailer in knapp vier Monaten fertig vor mir stehen haben würde, ich hätte es Ihm nicht geglaubt. Nun müssen noch der Peterbilt von „Bill Signs“ und das Ladegut, der International Pay Hauler 350 ebenfalls in 1:25 (Fertige Bausätze) Gebaut werden dann ist der gesamte „Zug“ so wie ich Ihn mir vorstelle fertig.

Eckdaten des Trailer (Modell)

 

Anzahl der Löcher die angebracht wurden:...........................974 St.

Am Dolly:...............................................................................225 St.

Am Deck / Ladefläche:..…………………………………...713 St.

Am Nachläufer / Jeep………………………………………....36 St.

 

Anzahl der Schraubenköpfe die verbaut wurden.:.................228 St.

Am Dolly:................................................................................114 St.

Am Deck / Ladefläche:............................................................32 St.

Am Nachläufer / Jeep:...............................................................82 St.

 

Anzahl der Reifen am Dolly:.....................................................16 St.

Anzahl der Reifen am Nachläufer:............................................16 St.

 

 

 

Gesamtlänge des Trailers (ohne Zugmaschine)...................109,0 cm

Gesamtlänge nur des Dolly(mit Anschlüssen).......................36,0 cm

Gesamtlänge nur des Decks mit Goose Neek.........................76,6 cm

Gesamtlänge nur des Nachläufers:..........................................30,0cm

  23. Modellbau Ausstellung

 

„ON THE ROAD“

 

Vom 10.03.-11.03.2018

 

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2. Steirische Modell-

Bautage

07. & 08. April 2018

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