SCANIA "Black Amber" Italeri M 1:24

17.08.2014

Nun hat sich Italeri nach dem „Dark Diamond“ von Schwedischen Scania Veredler auch den „Black Amber“ (Dunkler Bernstein) angenommen. Leider sind einige offensichtliche Merkmale gegenüber dem Vorbild am Bausatz nicht geändert worden. Man hat es immer noch nicht geschafft diesen „Show Trucks“ dann eine Vorbildgerechte Leichtmetall Breitreifenfelge samt dazugehörigen Reifen bei zu legen, stattdessen wurde dem im Original Bild eine in Foto Shop bearbeitete Stahlfelge in das Bild hinein retuschiert. Völlig unverständlich ist mir die neu gestaltete Sonnenblende die Außen über der Frontscheide Montiert wird. Wo bitte ist diese am Vorbild zu sehen???! Auch die Kotflügelverbreiterung an der Vorderachse liegt dem Bausatz nicht bei! Die Auspuff blende ist zwar von der Erscheinung richtig getroffen aber nicht dem Vorbild gerecht umgesetzt worden. Einzig und alleine der Decal Bogen kann hier auf ganzer Linie überzeugen. Da hat Italeri ein Unternehmen an der Hand die den Decal Druck beherrscht. Alle Notwendigen Grafiken sind dort aufgeführt. Selbst die „Platte“ im Innenraum, die die Exklusivität des Fahrtzeugs hervorheben soll ist umgesetzt. Was ich anfangs für eine Nützliche Zugabe in Form der „Original Farbe“ gehalten habe, hat sich nach dem ersten Lackier- Test als Enttäuschung heraus gestellt. Die beiliegende Farbe trifft noch nicht mal im Entferntesten sinne den original Farbton. Gott sei Dank gibt es hier eine Farbe in Spraydose oder auch Lose für die Airbrush, die den originalen Farbton sehr nahe kommt um nicht zu sagen trifft. Hier ist es eine Basis Farbe von AUDI. Der Farbton nennt sich „IPANEMA BRAUN METALLIC“ In den verschiedenen Modellbau Foren wird auch darüber Diskutiert warum z.b. die Auspuff Blende nicht Verchromt ist. Schaut man sich das Original Vorbild mal genauer an ist das gar nicht notwendig da diese „nur“ Silbergrau“ Lackiert ist. Lediglich das Auspuff Rohr bzw. die Blende des selber ist Verchromt. Mit Alclad Chrom lässt sich dieses Detail recht schnell und einfach dem Vorbild gerecht farblich gestalten.


Um das Modell nun nahe am Vorbild bauen zu können kommen noch folgende Zurüst- Bauteile zum Einsatz die zum einen Käuflich zu erwerben sind bzw. selber angefertigt wurden.





Die beiliegende Farbe entspricht leider nicht meinen Vorstellungen eines Vorbildgerechten Farbtons!


Die „Neuen“ Teile, wobei es sich hier dann auch nur um die Auspuffblende handelt die aber auch schon im SCANIA IMPERIAL 3883 bei lag. Das Riffelblech lag bzw. liegt hier dem „TRUCK ACCESSORIES II No. 3854 bereits bei und hat man aus diesem übernommen.


Einzig und alleine der Decal Bogen ist hier das Highlight des Bausatzes. Alle Grafiken wurde dem Vorbild gerecht nachgebildet und sind Sauber und Randscharf gedruckt. Zusätzlich gibt es weitere Gestaltungselemente mit denen man das Modell Individuell gestalten kann.


Wie das Modell dann mal später aussehen soll, zeigen die Nachfolgenden Original Bilder.

Quelle: Medien Webseite SCANIA


Der Zusammenbau begann mit dem Rahmen. Wie am Vorbild wird das Modell auch auf der rechten Seite einen zusätzlichen Treibstoff Tank erhalten. Auch an den Adblue Tank wurde gedacht. Die Tankhalterungen entstanden in Eigenbau.


Bereits die Verkleidung am Heck des Rahmens wurde einer Überarbeitung unterzogen, da Teile der Verkleidung, die an der selber aus einem Stück sind, später in Rahmenfarbe Lackiert werden.


Auch die Hinteren Kotflügen mussten dazu geändert werden. Hier die Halterungen und die Verschlüsse für die oberen, abnehmbaren Abdeckungen.


Vorder- und Hinterachse wurden auch als Baugruppe zusammengebaut aber aus Lackiergründen noch nicht am Rahmen verbaut. Das Lenkgestänge musste um ca. 3 mm eigekürzt werden, da der Lenkeinschlag nach links nicht richtig gewährleistet war. Zusammengefügt wurde dann der Zapfen an dem Gestänge mittels eines Evergreen Rohr Materials.


Oft sehe ich in den Modellbau Foren, dass die Vordere Stoßstangen bzw. die Seitenteile erst nach dem Lackieren zusammengesetzt werden. Das birgt zum einen die Gefahr das beim zusammenfügen Kleber aus der Fuge quellen kann der dann wiederum die Lackierung beschädigt. Das ganze kann auch vorab schon alles zusammengebaut und am Rahmen ausgerichtet werden. So gewährleistet man das später auch die Kabine Optimal passt und hat bei den späteren Lackierarbeiten auch nicht die Gefahr das was beschädigt wird.


Hier werden nach dem Zusammenbau dann auch gleich die Kotflügelverbreiterungen am Radkasten der Vorderachse angepasst. Damit später bei der „Montage“ kein Kleber hervorquellen kann, habe ich diesmal diese Verbreiterungen von der Hinterseite so angebohrt das ich später dann Rundmaterial als Zapfen in die Verbreiterung einsetzen kann.

Hier wurde das Bauteil mittels Klebeband exakt auf dem Bauteil fixiert und von der Rückseite mit einem Bohrer angebohrt. So erspart man sich das mühselige anzeichnen und ist auf der sicheren Seite das die Bohrungen dann wirklich mit den Zapfen übereinstimmen.



An den Tankhalterungen können nun die Treibstofftanks angepasst werden. Diese habe ich ebenfalls von unten mit einem Zapfen auf den Halterungen Fixiert.


Der nächste Schritt war der Umbau der Auspuffblende und dem Auspuff Rohr. Schaut man sich das Original Vorbild an, erkennt man dass das Auspuff Rohr unter der Trittstufe der Seitenverkleidung heraus schaut. Da Italeri dieses Detail aus einem Bauteil gefertigt hat, wurde das End Rohr erst mal Vorsichtig aus der Blende herausgetrennt. Zudem wurde der Ausschnitt an der Seitenverkleidung geschlossen und mittels der Auspuffblende dann der neue ausschnitt festgelegt. Da der Modellseitige aufhänge Punkt nicht mehr verwendet werden konnte, weil dieser zum einen am Auspuffrohr selber angegossen war und durch den Umbau zerstört wurde, musste hier eine neue Halterung erstellt werden.


Als nächstes wurden die Felgen der Hinterachse überarbeitet. Diese erhalten die Typische konische Scania Achs Nabe. Dazu wurde zuerst die Bausatz Nabe herausgetrennt und die schnittkanten gesäubert. An der Resin Nabe selber wurde der Anguss entfernt so das wirklich nur noch der Sichtbare Teil übrig bleibt der von hinten noch mal aufgebohrt wird damit die Felge auf der Achse aufgesteckt werden kann. Ein Distanzring ermöglicht zu dem dann die genaue Positionierung der Äußeren Felge. Die Resin Nabe wird nun mit Sekundenkleber auf die Äußere Felge geklebt. Zusätzlich wurden noch die Radmuttern und ein Muttern Ring gefräst der später innen eingelegt wird.


Der Rahmen und die Felgen sind nun auch soweit Farblich Gestaltet….


… nun geht es am Fahrerhaus weiter. Hier wurde der Spoiler an der Kabine mit Stiften fixiert.


Die Halterungen die an der Rückwand Platziert werden, wurden ebenfalls gestiftet.


Hier geht es nun auch weiter. Zwischenzeitlich musste ich noch mal die Tankhalterungen ändern damit ich später das geteilte Riffelblech befestigen kann. Hier haben die Tankbänder dann einen ich sage mal „Höcker“ bekommen.


Nun konnten auch die Teile Lackiert werden. Mit der Farbauswahl bin ich mehr wie zufrieden und ist für mein Empfinden doch recht gut geworden.


Nach gutem austrocknen des Lacks wurden dann auch die Decals aufgebracht.


Graphisch anspruchsvolle Decals, die dabei auch noch eine gewisse Größe haben, sind das eine, diese aber auch Sinnvoll und ansprechend auf den Lackierten Modellteilen auf zulegen das andere. Ich sehe zuweilen immer noch Modellbauer die solche Decals über die Tür fugen und Blechstöße aufbringen ohne dass hier eine Unterbrechung in denselben ist. Was am Vorbild ein Blechstoß oder Tür bzw. Klappenfuge ist möchte ich Persönlich auch am Modell erkennen können. Gerade auch dieses Detail ist es, was ein Modell wirken lässt. Hierzu muss man dann aber das Decal auch zerschneiden bzw. aufteilen. Ein Beispiel von vielen anderen Möglichkeiten zeige ich hier. Vor dem Lackieren bringt man ein Klebeband auf die Modellteile und drückt dieses den Oberflächenkonturen an. Mit einem Bastelmesser schneidet man nun die Fugen und Stöße nach und hat so eine zuschnitt Schablone für die Decals.


Das Ergebnis könnte dann so aussehen.


Due Druckluft und Kabelbrücke, hinter der Kabine wurde neu aufgebaut und die Türgriffe wurden von hinten ausgefräst um dem Ganzen eine gewisse Tiefe zu geben.


Im Großen und Ganzen sind viele Details bis auf den Kabinen Innenraum und den Motor, verbaut worden. Da auch ich meine Neugierde nicht zurückhalten kann, wurden die bereits fertigen Bauteile Trocken zusammengesetzt. Ich finde dass der Truck schon eine recht gute Figur macht.


Nun sind auch die restlichen Details wie das Riffelblech, Einfüllstutzen, andere Sattelplatte (CNC gefräst) Seitenspiegel, Antenne…. Angebracht und der Zusammenbau ist damit beendet.


  23. Modellbau Ausstellung

 

„ON THE ROAD“

 

Vom 10.03.-11.03.2018

 

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2. Steirische Modell-

Bautage

07. & 08. April 2018

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