D9R ARMORED BULLDOZER MENG M 1:35

28.02.2014

 

Der Newcomer MENG, unter den Modell Herstellern, hat in der Vergangenheit mit Militär Technik Modellen schon für reichlich Positives Aufsehen gesorgt und ist für die sehr gute Bausatz Qualität auch vom Modell Magazin Modell-Fan ausgezeichnet worden. Mit der Baumaschine aus dem Hause Caterpillar hat MENG hier nun die Militärische und gepanzerte Version eines Schweren Bulldozers im Maßstab 1:35 nachgebildet. Da es mir auch Baumaschinen angetan haben ist meine Wahl nun auch auf diesen Bausatz gefallen, den dann Bauen zu wollen.

 

 

 

 

Die Verpackung:

 

 

 

Die Verpackung zeigt den Bulldozer der U. S. Marine Corps Streitkräfte im Irak 2004. Weitere Versionen sind auf dem beiliegenden Farbigen Illustrationen zu sehen an denen man sich orientieren kann.

 

 

Die Bauteile:

 

Insgesamt  sind es hier, incl. Fotoätzteilen 696 Teile! Allerdings werden nicht alle Verarbeitet, da man zwischen Drei Versionen wählen kann. Die Unterschiede sind hier Natürlich die Farbliche Gestaltung aber auch Technische Details wie z. b. die Hydraulikzylinder des Großen Räumschildes. Man sollte die Bauanleitung gut Studieren und sich anschauen weil hier bereits, auch von den Bauteilen her der Bau für die jeweilige Version angegeben ist.

 

 

Nach Sichtung der Bauanleitung werde ich den Bau in folgende Baugruppen aufteilen

 

 

 

  • Das Chassis

  • Der „Aufreißer“ am Heck des Fahrzeugs

  • Die Kabine

  • Das Kettenlaufwerk incl. Ketten

  • Das Räumschild mit nebenbauteilen

 

Beginnend mit dem "Chassis" setzte sich der zusammenbau des Bulldozers in gang.

 

Die Teile des Chassis wurden wie in der Bauanleitung Beschrieben, zusammengebaut. Interessant zu sehen das diese hier alle auf Gehrung ausgeführt sind so das keine Material Dicken an den Kanten sichtbar sind. Die Qualität der Bauteile lässt sich hier auch mit den der Tamiya Teile vergleichen wenn diese nicht sogar noch besser ist.

 

Weiter ging es dann mit dem Bodenaufreisser.

 

Erstaunlich was die Formentechnik mittlerweile für Fortschritte gemacht hat. jedes Bauteil passt überdurchschnittlich gut zusammen. Leichte Formennähte können mit einem scharfen Bastelmesser abgeschabt werden und man sieht nichts mehr davon. Kleinere Detailnacharbeiten können aber auch an diesem Bausatz gemacht werden. Hier werden die Kolbenstangen Der Hydraulik Zylinder gegen aufpolierte Aluminium Rohre ausgetauscht.

 

 

 

Weiter geht es mit der nach Detaillierung der Hydraulikzylinder. Auch hier ist es Erstaunlich an was man alles gedacht hat. Hier sind es die Schraubenköpfe die man mit einem scharfen Messer vom Gießast schneiden muss und dann auf dem Hydraulikzylinder aufkleben muss. Das ist eine Arbeit die dann dem Fortgeschrittenen Modellbauer obliegt.

 

 

Auch das Positionieren will gut überlegt sein. Diese kleinen Teile sind selbst mit der Pinzette nicht mehr zu halten. Hier bediente ich mich einer Nähnadel und pikste die Schraubenköpfe Vorsichtig auf.

 

 

 

Damit ich beim späteren Lackieren ich auch überall in die Ecken komme, Wurden die Bolzen der Hydraulikzylinder so überarbeitet das man diese dann auch nach dem Farbauftrag einsetzten kann. So kann alles zerlegt bleiben, man kommt mit der Airbrush überall vernünftig ran und auch das Verschmutzen fällt hier einfacher. Die angegossenen zapfen wurden alle samt abgetrennt und an den Stellen ein Loch für die Bolzen gebohrt.

 

 

 

 

 

 

 

Die ersten Trocken pass Proben sehen sehr gut aus. Hier ist sogar alles noch Beweglich.

 

Unter dem Rahmen des “Rippers“ sind noch zwei Abschlepphaken die auch eine geringfügige Nachbearbeitung erfahren haben.

 

 

 

 

 

Alle Bauteile des „Rippers“ (Aufreißers) sind nun so zusammengebaut das diese für Lackierzwecke wieder zerlegt werden können.

 

Alle Einzelteile und deren Bolzen im zerlegten Zustand.

 

Nun ging es an der Kabine weiter. Hier wurden zunächst die Bedienpaneele zusammengebaut. An den Steuerknüppel wurde die Kunststoffteile gegen 0,6 mm Blumendraht ausgetauscht.

 

 

Weitere Konsolen und Sitze wurden soweit vorbereitet.

 

 

Um zu schauen ob alles passt wurden die Teile ohne Kleber zusammengesteckt.

 

 

Als nächster Schritt sind nun die gepanzerten Kabinenwände an der Reihe. Auf der Innenseite sind einige Auswerfer Marken zu beseitigen. Zum großen Teil können diese abgeschliffen werden. Ein paar wenige sind allerdings so tief, das es mit bei schleifen nicht getan ist und man dann doch zur Spachtelmasse greifen muss. Auch die angegossenen Kabelleitungen wurden alle entfernt und werden später mit feiner Litze wieder eingefügt.

 

Die Kabinenteile sind soweit überarbeitet und zusammengebaut. Damit diese von innen Lackiert werden können ist das Dach noch nicht Montiert worden.

 

Am Dach sind auch alle kleinteile angebracht worden. Das Scharnier der Luke für den MG Schützen wurde geringfügig überarbeitet.

 

 

Auch die die Bodengruppe der Kabine ist für die Farbliche Gestaltung vorbereitet.

 

 

Eine „Trockene“ Passprobe, also ohne Kleber nur zusammengesteckt, zeigt ob alles passt.

 

Insgesamt machen die Teile jetzt schon einen Imposanten Eindruck.

 

 

Laut Bauplan soll es nun am Ketten Fahrwerk und der Kette weiter gehen. Da es aber an der Bodenplatte der Kabine noch ein Detail gibt das vor dem Lackieren Montiert sein sollte ziehe ich dies hier vor. Hier ist es der Auftritt zur Kabine und gleichzeitig der Schutzbügel der Lampen.

 

 

 

 

 

Da ich mich für die U.S. Variante entschieden habe wird hier der erste kleinere Umbau erfolgen in dem ein Bauteil wie auf den Bildern zu sehen umgebaut wird.

 

 

Weiter geht es nun am Kettenlaufwerk. Leider lassen diese Teile von der Ausführung etwas zu wünschen übrig, wenn man diese mit der Ausführung der anderen Bauteile vergleicht. Diese Unsauberkeit ist zwar zu beheben, aber man muss hier sorgfältig vorgehen damit dann diese beiden Teile auch zusammenpassen.

 

Sind die Kanten gesäubert werden die beiden Hälften zusammengeklebt. Damit ich hier später nicht Spachtel muss, gebe ich so viel Kleber an das die klebekante sich soweit an löst das beim zusammendrücken ein Wulst von angelösten  Material an der Klebekante sich bildet. Nach dem Austrocknen ist das Material wieder so durchgehärtet das man dieses dann mit dem Bastelmesser und Schleifpapier glätten kann und so nicht mehr Spachteln braucht.

 

Die Laufwerke sind soweit gesäubert und an einer Stelle wird noch eine kleine Detailarbeit ausgeführt. Aus Formentechnischen Gründen sind hier die Verschraubungen unsauber ausgeführt gewesen. Diese wurden am Bauteil abgetrennt, neu aufgebaut und am Bauteil Montiert.

 

 

Das Laufwerk ist soweit zusammengebaut und es geht wieder an die Details der aufbauten. Hier sind es die Hydraulikanschlüsse für die Hydraulikzylinder der Räumschildes. Im zivilen Modellbauzubehör gibt es für Motorrad Modelle im Maßstab 1:12 1:20 die ein oder anderen Leitungsanschlüsse. Diese lassen sich zum Teil dann auch an so einem Militärmodell im Maßstab 1:35 verwenden.

 

 

Im vorderen Bereich des Bulldozers sind zwei Feuerlöscher mit einer Halterung Montiert. Der gesamt Eindruck der bausatzteile stört mich ein wenig da diese komplett aus einem Teil gefertigt sind. Hier habe ich mich entschlossen dieses Detail komplett neu aufzuarbeiten um hier mehr Tiefe rein zu bekommen. Aus 1mm,  2 mm und 0,3mm Material wurde diese Teile mittels der CNC Fräse aus den Materialien gefräst und zusammengesetzt.

 

 

 

 

Hier das einteilige Bausatz Teil…

 

 

 

… und die neu aufgebaute Halterung mit den „neuen“ Handlöscher.

 

 

Die neuen Einzelteile sind sehr Filigran machen aber eine bessere Optik und gefallen mir hier um einiges besser wie das Bausatz teil.

 

 

Nun geht es mit den Hydraulikzylindern des Räumschildes weiter. Aus Formen technischen Gründen ist die Verschraubung wie auf den Bilder zu sehen wieder gegeben. Diese wurde entfernt und durch selbst Hergestellte Schrauben ersetzt.

 

 

Die An Lenkung ist der Zylinder ist an der Karosserie für mein Empfinden etwas umständlich gelöst. Hier müssen die Zylinder mit der An Lenkung angeklebt werden. Da gibt es dann wieder Probleme mit dem lackieren. Hier habe ich die Zapfen die in die Zylinder greifen abgetrennt und durch selbst Hergestellte Einzelteile ersetzt. Nun kann die An Lenkung an der Karosserie fest angebracht werden und auch die Zylinder können nun nachträglich eingesetzt werden.

 

 

Viel ist nicht mehr an Teilen zu verbauen. Als letztes wird das Räumschild zusammengebaut und ein klein wenig nach Detailliert und für die spätere Farbliche Gestaltung Optimiert. Hier sind es die an lenk punkte (Bolzen), des Arms und des Zylinders für das Räumschild. Die Zylinderstangen wurden durch vorher aufpolierte Aluminium Rohre ersetzt. Dies erspart die Mühselige Farbliche Gestaltung, womit man so einen Metallglanz auch nicht hin bekommt.

 

 

 

 

 

Auch der Querzylinder wurde überarbeitet. Hier wurden wieder die Hydraulikanschlüsse nachgearbeitet.

 

 

Zu guter Letzt, bevor es dann an die Farbliche Gestaltung geht,  habe ich mir dann noch mal das Fahrwerk vorgenommen. Ich hatte mich die ganze Zeit gefragt, wie ich den Zylinderstummel des Kettenspanners ebenfalls Metallisch darstellen könnte und kam auch wieder auf ein Poliertes Aluminium Rohr das ich gegen das Kunststoffteil austauschte. Hier wurde das Vorderteil einfach abgesägt und die Öffnungen auf den Durchmesser des Aluminium Rohres (9 mm) aufgebohrt.

 

Nun kommt Farbe ins Spiel. Die Kabine wurde nun mit Tamiya XF-59 Desert Yello lackiert. Vorher wurde allerdings die Innenraum Lackierung soweit abgedeckt.

 

 

Da dem Bausatz auch ein grünlich getönter Scheibensatz bei liegt, habe ich mich entschlossen diesen zu verwenden. Hier finde ich dass es dann dem Ganzen eine Tiefe der Glaspanzerung gibt. Da auch solche Scheiben in einer Gummidichtung eingesetzt sind wurden die Innenseiten, auf dem die Glasteile aufliegen Schwarz Matt Lackiert. Die Kanten der Glasteile wurden mittels eines Schwarzen aber Wasserfesten Filzstiftes ebenfalls geschwärzt.

 

 

Auf diesen Bildern kann man sehr schön sehen, welche Tiefe dann dieses Farbenspiel ausmacht.

 

 

Nun geht es aber erst mal am Innenraum weiter. Die Fenster wurden eingesetzt und es wurden Diverse Schalter und Funkgeräte bearbeitet und eingebaut. Vor dem Lackieren entfernte ich die angegossenen Leitungen auf den Innenseiten der Wände und bildete diese nun mit einem 0,3 mm Schwarzen Draht aus dem Eisenbahn Zubehör nach. Um dann diesem „kleinen“ Raum auch hier etwas tiefe zu geben werden die ecken und Kanten mit Schwarzen Farbpigmenten so abgetönt das man den Eindruck des Schattenwurfs hat. Die Kanten wurden hier in einer Trockenmal Methode hervorgehoben.

 

 

Jetzt sind die Konsolen und Sitze an der Reihe. Ich Persönlich verwende, wenn ich Details in einem gebrauchten zustand darstellen möchte, vornehmlich Farbpigmente hier Schwarz, Umbra, Weiß, Rost. Diese werden dann mittels eines Pinsels sehr sparsam aufgetragen das dann der Effekt des Verschmutzen und abgenutzten aussehen entsteht.

 

 

 

 

Begonnen wurde mit den Sitzen die in der Grundfarbe Matt- schwarz Lackiert wurden. Den Sicherheitsgurt fertige ich selber aus Leinenklebeband aus der Apotheke an. Dieses wurde dann ebenfalls eingeschwärzt. Die Fotogeätzte Gurtschnalle fand ich noch in meinem Sammelsurium das sich mit der Zeit anhäuft.

 

 

 

 

 

Die Konsole wurde in ähnlicher Weise aufbereitet. Zunächst wurde mit Schwarzen Farbpigment die Ecken abgetönt und mit Umbra eine leichte Staubschicht aufgetragen. Die Kanten und Ecken wurden wieder mit einer Trockenmal Methode hervorgehoben. Hier sind es silberne Farbpigmente die mit einem Weichen Pinsel auf die Kanten abgerieben werden und so anhaften. Zu guter Letzt wurde noch mal mit einem weichen Bleistift abgeplatzter Lack dargestellt.

 

 

Zu guter Letzt gibt es hier ja auch noch die Instrumenten Konsole die gestaltet werden muss. Ein wenig wundere ich mich schon über die Modell Hersteller. Ob wohl man dieser Konsole sehr schöne Instrumenten Decals beigelegt hat, die dann noch an einem stück zusammengefasst sind, ist es so gut wie unmöglich diese dann auf die sehr Detaillierte Oberfläche auf zubringen. Hier bleibt einem nichts anderes übrig als dann, möchte man diese Instrumente dann auch sichtbar darstellen, auseinander zu schneiden. Hätte man dies dann nicht schon vor vorne herein beim Erstellen des Decals machen können?

 

 

Die Sitze und Konsole sind nun auch fertig durch gestaltet.

 

 

Der Innenraum ist soweit Farblich gestaltet und es geht nun an das Räumschild. Ein wenig Abnutzung und eine leichte Beschädigung wurde an dem Schutt Gitter über dem Räumschild angebracht. Beim Verschieben von Bauschutt, Erdmassen und Gestein werden enorme Kräfte auf das Material ausgeübt. Da kann der Stahl noch so Dick und gehärtet sein das dieser dann nachgibt. Am besten erkennt man das dann an dem Schutt Gitter über dem Räumschild das an einigen Stellen mit dem Heißluft Fön bearbeitet und eingedrückt wird.

 

 

Die Farbliche Gestaltung des Schildes ist recht simpel. Die Fläche ist oft immer vom Schutt und Erdreich Blankpoliert. Es können aber auch hier und da einige Schmutzanhaftungen vorkommen. Ich habe mich hier entschlossen dieses aber komplett Blank zu gestalten.  Als Grund Lackierung habe ich hier die METALIZER Farbe von Testor verwendet. Hier Titan Nr. 1404. Zunächst wurde mit der Airbrush die Metalizer Farbe aufgetragen. Nach Austrocknen kann dann bereits von Hand die Fläche poliert werden. Um den Metallischen Glanzgrad weiter zu erhöhen kann man nun mit einem Graphitstift über die Fläche reiben. Reicht das immer noch nicht kommt hier loses Graphit zum Einsatz das mit dem Finger aufgerieben werden kann.

 

 

 

 

 

Da diese Baumaschine einen abgenutztes Aussehen erhalten soll, bedeutet das auch dass der Farbauftrag im Einsatz bis auf das Metall abgerieben wurde. Hier wurden nun alle anderen Bauteilgruppen mit Testor Nr. 1402 Stahl lackiert. Später wird dann die sogenannte Haarspray Methode angewendet. Zwischen jedem Farbauftrag wird eine dünne Schicht Haarspray aufgetragen. Diese Haarspray Schicht bewirkt unter dem Einsatz eines Borstenpinsels und Wasser die Lackschicht unregelmäßig abgetragen wird und wie abgeplatzte und abgeriebene Farbe aussehen lässt.

 

 

 

 

Als nächstes wird nun das Haarspray aufgetragen. Diese Schicht lässt sich hier auf den Bildern nicht zeigen da dieses Farblos ist.

 

 

 

 

 

Ist das Haarspray getrocknet habe ich mich dazu entschlossen eine Rostschutzgrundierung darüber auf zutragen. Sei noch erwähnt dass das spätere abwischen mit dem Borstenpinsel und Wasser nur dann Funktioniert wenn die Farben mit Wasser wieder an lösbar sind. Hier habe ich die Erfahrung gemacht dass das mit den Tamiya Farben sehr gut Funktioniert.

 

 

 

 

 

Ist alles gut getrocknet kann nun der erste „Ab- Wasch“ starten. Mit einem Groben Borsten Pinsel und Wasser kann nun partiell die Rostgrundierung wieder an den markanten stellen abgerieben werden.

 

 

 

 

 

Ist die Farbe mit dem Wasser ein an gelöst, sollte Vorsichtig gearbeitet werden. Das Haarspray liegt ja als hauchdünne Schicht zwischen der Grundfarbe und der Rostgrundierung die durch das Wasser  ebenfalls an gelöst wird und die Rostfarbe aufbricht. Hat man aber einmal den Bogen raus, was sehr schnell geht sehen die Ergebnisse so aus.

 

 

 

 

 

 

Nun wird nochmals eine dünne Schicht Haarspray aufgetragen um darüber dann die nächste Farbschicht auf zutragen die in gleicher Weise wieder ab gewaschen wird um eine Abnutzung darzustellen. Später werden die Flächen dann mit einer Verschmutzung belegt.

 

 

Die Laufflächen der Laufrollen und Antriebs Zahnkranz werden mit einer anderen Lackiermethode gestaltet. Hier gibt es von HUMBROL eine Farbe die sich „Metal Cote“ nennt. Hier habe ich die Farbe 27003 verwendet die ich mit der Airbrush aufgetragen habe.

 

Hier handelt es sich ebenfalls um eine Polierfarbe. Versucht man diese mit einem Tuch aufzupolieren wird man nicht den Glanzgrad erreichen den man sich hier Vorstellt. So paradox es klingen mag, aber erst wenn man mit Sanften Druck mit der Spitze eines Holz Zahnstochers über die Lackierten Flächen reibt, stellt sich der Metallisch Polierte Oberfläche ein.

 

Nun wird es schmutzig. Hier wird nun die Verschmutzung mittels der Farbpigmente und Holzleim aufgebracht. Da ist jetzt Persönliches Geschick gefragt diese „Farbliche“ Gestaltung überzeugend umzusetzen. Im Internet gibt es unzählige Original Vorbilder mit Diversen Verschmutzungen bei denen man sich dann Orientieren kann.

 

 

Die ersten Passproben sehen auch schon viel versprechend aus und machen jetzt Lust auf die Fertigstellung. Hier ist aber noch einiges zu machen.

 

 

Weiter geht es mit den Ketten. Kaum das der dieser Bausatz erschienen ist, werden auch schon die verschiedensten Zubehör Bausätze angeboten. Von Fotoätzteilen für die Kabinen bis hin über Zinn Ketten für das Laufwerk. Letzteres verwendete ich anstelle der Spritzgussteile aus dem Bausatz.  Über den Internet Shop www.dersockelshop.de/ der dieses Set der Kettenglieder anbietet sind diese zu beziehen. Mit knapp 39,00 Euro ist dieses Setz nicht gerade das preisgünstigste und war anfangs Skeptisch, weil ich erwartet das hier die MENG Bausatzteile zusammengebaut und abgegossen wurden. Beim direkten Vergleich der Zinnteile und den MENG Spritzgussteilen wurde ich dann aber eines besseren belehrt und stellte fest das die „EASY METAL LINKS“ Kettenteile eine komplette Neuentwicklung sind.

 

 

Entgegen des Zusammenbaus der MENG Spritzgussteile gestaltet sich das zusammensetzen der Zinn Kettenglieder sehr einfach und vor allem schnell. Die „Bolzen“ mit denen die Kettenglieder zusammengehalten werden sind so gestaltet das die durch eine sanfte Quetschpassung zusammengedrückt werden.

 

 

Sollte es dennoch mal vorkommen dass ein Bolzen wieder raus fällt kann man mit dem Lötkolben den Bolzen auf einer Seite am Kettenglied gegen herausrutschen „Verschweißen“.

 

 

Auch die Passprobe am Kettenlaufwerk war erfolgreich. Hier wurden pro Seite 43 Kettenglieder zusammengesetzt.

 

 

Die Kettenglieder sind zu je zwei Segmenten zusammengesetzt und können nun Farblich weiter bearbeitet werden. Mit einem Blick auf die Militärmodellbauer, wird für diese Art der Farblichen Gestaltung der Zinn Ketten gerne ein Oxydationsmittel verwendet, mit dem man das Zinn in angelaufenen und Oxydierten Metall darstellen kann. Hier gibt es im Internet viele Shops die dieses Mittel für mein Empfinden viel zu teuer verkaufen.  Auf der Suche nach einer alternative bin ich bei diesem Shop „Tiffany Glaskunst  hängengeblieben der hier 100 ml für 3,80 zzgl. Versandkosten, Verkauft. Ist das Patina Mittel angekommen wird dieses in einer Schüssel gegossen und die Zinnkette eingelegt. Vorher muss die Zinnkette gut entfettet werden. Auf Diversen Internetseiten las ich dass man das mit Essig machen sollte. Da ich aber kein Essig im Haus hatte wurde hier mit Handelsüblichen Brennspiritus das Zinn abgewaschen. Wie man am Ende Sieht mit demselben Erfolg. Mit einem Pinsel werden nun die Luftblasen die sich in den Ecken bilden herausgepinselt, damit auch wirklich überall das Zinn dunkel gefärbt wird. Dieser Vorgang geht sehr schnell. Nun werden die Ketten noch im klaren Wasser abgewaschen und lässt diese ab Trocknen.

 

 

Nun kommen wieder die Farbpigmente zum Einsatz die mittels eines Pinsels aufgerieben werden. Die Laufflächen werden hier dann wieder mit einem Schleifpapier freigelegt und stellt so dann das Blankgeriebene und nicht Oxydierte Metall dar.

 

 

Auch hier war meine Neugierde sehr groß, und wollte wissen wie die Kette dann am Modell zur Geltung kommt. Für mein Empfinden sieht das ganze schon recht überzeugend aus.

 

 

Die Ketten sind Montiert und es geht nun an den Anbau der Hydraulikzylinder des Räumschildes weiter. Um hier besser lackieren und Verschmutzen zu können, habe ich für die Zylinder eigens Drehzapfen angefertigt mit denen ich diese nun beweglich einsetzen kann.

 

 

Wie an allen anderen Flächen habe ich die Verschmutzung hier ausschließlich mit Schwarzen, Umbra und Beigefarbenen Farbpigmenten ausgeführt, die ich mit einem Pinsel aufgebracht habe. Jeden Pinselstrich und Pigment Auftrag, kann jetzt nicht in Bild und Text dargestellt werden. Hier liegt es dann auch im Persönlichen Handwerklichen Geschick, Talent und Vorstellungskraft, des einzelnen Modellbauers, dies so authentisch wie möglich aus zuführen.

 

 

Man sollte, bevor man diese Arbeitstechnik anwendet, wie ich es hier zeige, sich Bilder von solchen Verschmutzungen an sehen. Nur so ist es dann möglich auch am Modell eine überzeugende Verschmutzung darzustellen.

 

 

Endspurt; Das Räumschild und die dazugehörigen Bauteile sind auch bereits Farblich gestaltet und werden nun angebaut. Dazu werden noch Diverse Schlauchleitungen ergänzt.

 

 

Hier und da noch ein paar Farbliche Nachbesserungen und der Zusammenbau ist hier auch abgeschlossen. Für mich war es der erste Zusammenbau eines MENG Bausatzes der mir richtig Spaß gemacht hat. Der Zusammenbau machte zu keiner Zeit Probleme. Obwohl der Bausatz bereits sehr Detailliert ist, hat man auch hier immer noch die Möglichkeit selber Details dazu zufügen. Die Bauanleitung ist sehr verständlich aufgebaut und lässt keine Fragen offen. Mir hat der Zusammenbau jedenfalls sehr viel Spaß gemacht. Das war sicher nicht der letzte MENG Bausatz. MENG hat ja gerade eben den Ford F-350 auf den Markt gebracht den ich auch schon bereits auf dem Tisch liegen habe…. ;-)

 

 

 

Hier dann Bilder des Fertigen Modells. Viel Spaß damit….

 

Beendet 04.05.2014

  23. Modellbau Ausstellung

 

„ON THE ROAD“

 

Vom 10.03.-11.03.2018

 

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2. Steirische Modell-

Bautage

07. & 08. April 2018

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