VW T1 Stiebel-Eltron Werbe Fahrzeug M 1:24 auf Basis des Revell VW T1 Kastenwagen/ panel van 07076

01.09.2016

 

Am Anfang steht wie immer die Idee und die Begeisterung für das Vorbild.

 

Immer mal wieder habe ich dieses Fahrzeug im Original gesehen. Bei näherer Betrachtung keimte dann die Entscheidung dieses Vorbild auch im Modellmaßstab 1:24 nach zu bilden. Hier stand vor allem die Frage im Raum, wie bekomme ich die Grafiken nachgebildet. Zunächst wurde das Fahrzeug aber erst mal Fotografiert. Als Basis Dient hier der Bausatz des VW T1 Kastenwagen panel/ van von Revell mit der Artikel Nr.: 07076 im Maßstab 1:24

 

 

Nun stand die nächste Frage im Raum. Wie bekomme ich die Beschriftung auf´s Modell? Da gibt es mittlerweile viele Angebote im Internet und habe mich hier für den Anbieter „Decal Print“ www. http://www.decalprint.de entschieden. Dazu dienen diese Fotos mit eingezeichneten Maßen damit später die Grafiken auch auf das Modell passen. Später dazu mehr.

 

 

Jetzt musste eine Baubare Lösung für den Dachgepäckträger gefunden werden. Als erstes versuchte ich mit Biegeschablonen und Blumendraht dieses Detail umzusetzen, mit mäßigen bis gar keinen Erfolg. Hier wurde mir schnell klar dass einige Teile in der CNC Frästechnik aus Polystyrol erstellt werden mussten. Das Grundgitter wurde aus 0,75mm Polystyrol Rundmaterial von evergreen erstellt. Hier wurde eine Klebe Schablone ebenfalls auf der CNC Fräse erstellt, um sicher zu stellen das alles maß genau zusammengesetzt werden kann. Weiterer Vorteil hier, das Material kann mit Ethylacetat so zusagen verschweißt werden und geht eine feste Verbindung untereinander ein. Erst mal wurde am PC und einem Zeichenprogramm, der Gepäckträger gezeichnet. Viele Maße habe ich mir nicht nehmen können und musste hier mittels Augenmaß entstehen.

 

 

Nach dem diese Arbeit gemacht war, konnten die Teile dann auch mittels des Steuerprogramms der CNC Fräse zum Fräsen vorbereitet und gefräst werden wie auch die Klebeschablonen die ich aus einem Sperrholz fertigte damit überschüssiger Kleber dann das Dünne rundmaterial nicht mit der Schablone verklebt.

 

 

Jetzt können die Teile miteinander Verklebt werden. Erst das Grundgitter in der ersten Schablone, dann die Seiten mit Grundgitter und die gebogenen Versteifungen.

 

Der Überdimensionale Tauchsieder wurde aus 2 mm Rundmaterial und Rundrohr mit dem Durchmesser 9,5mm erstellt.

 

 

Der erste verklebte Prototyp sieht bis jetzt so aus.

 

 

Auch die Heckklappe muss geändert und eine Umbaulösung gefunden  werden.

 

Sicher hätte ich auch diesen HASEGAWA Bausatz  verwenden können den ich aber erst für über 35,00 Euro hätte kaufen müssen. Den Revell Bausatz hatte ich hier noch liegen und so musste ich dann für diesen Umbau irgendwie eine Lösung finden.

 

 

 

Die nächste frage bestand darin wie ich die Fugen der größeren Heckklappe Graviert bekomme. Öffnen soll sich diese klappe später nicht und es reicht hier das der wiedererkennungswert da ist. Beim Hasegawa Bausatz lässt sich diese Klappe auch nicht öffnen. Dies geht eigentlich nur über eine Schablone die hier aufgelegt wird und mit einem Gravierstichel an den kanten vorbeigezogen wird. Hier zeichnete ich die Kontur der Klappe in einem Zeichenprogramm am PC nach, dessen Bild ich eingescannt habe und auf das Modellmaß Skalierte. Im Steuerprogramm der CNC Fräse wurden dann die Gravierschablonen ausgefräst und am Heckteil Fixiert und mittels eines Gravierstichels an der Kante nachgraviert. Der Größere Fensterausschnitt wurde mit einer feinen Laubsäge ausgesägt und mit Rund- und Flachfeile bzw. Schleifpad in Form gebracht. Die Schmale Heckklappe wurde eingeklebt und nach Trocknung des Klebers konnten auch  die Stege der Klappe herausgetrennt werden.

 

 

Diese Vorgehensweise war mir aber im Nachgang betrachtet zu ungenau und entschied mich hier anstelle zweier Schablonen dann eine einzige Herzustellen, die ich dann auch mit einer Modell Zwinge fest und sicher Fixieren kann. Graviert wird dann wieder mit einem Gravierstichel an den Kanten entlang.

 

 

Da ich die Karosserie soweit komplett für ein Sauberes Lackierergebnis zusammenbaue, wurde die Front und das Seiten Teil zusammengesetzt. Um auch hier ein Optimale und feste Klebefugen zu erhalten, wurden mittig auf den Klebeflächen diese mit 0,5 mm Messingdraht gestiftet. Darauf ist zu achten das die Bohrungen dann exakt übereinander Liegen, in denen dann der 0,5mm Messingdraht mittels Sekundenkleber eingesteckt wird. Dies Stabilisiert die Klebefugen.

 

 

Jetzt noch das Dach drauf.

 

 

Am Innenboden  wurde die Hintere Leiste abgetrennt und an der Karosserie angeklebt weil diese auch in Wagenfarbe Lackiert wird.

 

 

Die Motorraum Klappe noch eingepasst und auch dieses Detail ist soweit dem Vorbild nachgearbeitet.

 

 

Das Original…. und das Modell.

 

 

Nun wurde mit Grauen Micro Filler von Alclad II die Karosserie Lackiert um zu schauen wo noch geschliffen oder gespachtelt werden muss.

 

 

Wie man sieht ist noch einiges an Schleifarbeit zu leisten. Besonders vorne wo das VW Emblem eingelegt wird. Hier scheint der Spachtel eingefallen zu sein und muss eventuell nach gespachtelt werden.

 

 

Die zu bearbeitenden stellen sind nachgeschliffen.

 

 

Danach wurde eine zweite dünne Schicht Micro Filler aufgetragen.

 

 

Jetzt kommt Farbe ins Spiel. Nach den zwei Micro Filler Aufträgen und zwischenschliffen, wird nun der Farbton Lackiert. Für mein Persönliches empfinden entspricht der Original Farbton dem RAL Farbton 5012.

 

 

Gesagt getan… Nun folgen nach ausreichender Trocknung noch zwei Klarlackaufträge und zwischen den beiden Klarlackaufträgen werden dann noch die Decals aufgebracht, auf die ich noch warte.

 

 

Die Motorraum Klappe am Heck des Fahrzeugs soll sich öffnen und schließen. Da die Scharnierstifte am Bauteile angegossen sind und man dieses Bauteil beim Zusammenbau der Karosserieteile bereits einsetzten soll, bin ich einen anderen Weg gegangen und habe hier diese zum ein- bzw. aushängen umgebaut.

 

 

Die Scharnierstifte, die ziemlich schnell ab Brechen werden entfernt. An derselben Stelle wird dann ein 1 mm Alurundrohr eingesetzt in das man ein 0,8mm Blumendraht Stift einstecken kann. Das Material an der Innenseite der Motorraumklappe wird mittels eines 1 mm Fräsers oder Bohrers etwas ein gefräst um hier eine größere Klebefläche zu erhalten. Die Hülse wird dann an der Oberfläche Außen noch etwas mit Schleifpapier angeraut, das erhöht die klebe kraft, und mittels Sekundenkleber in diese Aussparung eingesetzt.  Als Scharnierstift wird hier ein 0,8 mm Blumendraht zu einem Winkelstück gebogen und kann so dann in die Hülse eingeschoben bzw. zurückgeschoben werden so das man dann ohne Probleme diese Klappe einsetzten kann.

 

 

Die Fahrwerksteile sind Lackiert und auch die Zwischenwand, Lenkrad, Pedale, Schaltknüppel und Handbremse sind ebenfalls Farblich gestaltet.

 

 

Die Sitze haben auch ihren Platz gefunden und der Unterboden ist für die weitere Komplettierung desselben in Matt schwarz Lackiert.

 

 

An der Heckklappe ist noch ein Griff Montiert der hier aus Silbernen Blumendraht nachgebildet wurde.

 

 

Heute kamen dann auch via Mail in PDF Form zur Kontrolle dann die Decal Grafiken. Ausgedruckt in Augenschein genommen wurden diese dann ausgeschnitten und auf die Modellteile gelegt, um zu prüfen ob Nachgearbeitet werden muss.

 

 

 

Das PDF wird hier auf dem Drucker ausgedruckt. Um sicherzustellen das dieser Druck und die darin befindlichen Grafiken auch wirklich mit den gleichen Maßen ausgedruckt werden ist auf der Seite unten rechts ein Prüfkästchen das nach dem Ausdruck 20 x 20 mm sein muss. Ist das nicht der Fall sollte die Automatische Seitenanpassung ausgeschaltet werden.

 

 

Sind diese Ausgedruckt können diese Grafiken Randscharf ausgeschnitten und auf das Modell gehalten werden um zu sehen ob alles passt. Da in diesem Fall die Grafiken Weiß sind wurde zum besseren erkennen dann diese Grafiken mit einem Blauen Hintergrund versehen der nur dazu dient dann diese Weißen Linien und Grafiken erkennen zu können. Gedruckt werden dann später auch nur die „Weißen“ Buchstaben und eben die Grafiken die ebenfalls in Weiß sind. Wie man sehen kann passen alle Grafiken und können nun gedruckt werden.

 

 

Heute sind die Gedruckten Decal bei mir eingetroffen. Die Qualität ist für einen Maschinellen Druck, kein Siebdruck! Hervorragend. Ob nun diese Grafiken dann auch auf das Modell passen wird sich jetzt zeigen.

 

 

Angefangen habe ich mit den Türen in Fahrtrichtung rechts. Ich muss zuvor sagen das ich eigentlich hätte erst rechts an fangen müssen da ich später festgestellt habe das der Boiler auf der Grafik zu hoch sitzt und unter der Sicke des Daches knapp drüber liegt. Ich hab es so belassen da ich sonst dieses Decal beim Versucht es noch zu richten, sicher zerstört hätte. Für die weiteren Bauten des Modells weis ich nun Bescheid dass ich hier mit der Boiler Seite beginnen muss.

 

 

Nun wird es knifflig. Der Trägerfilm auf dem die Grafiken gedruckt sind ist sehr Dünn und neigt dazu sich zu rollen wenn man nicht genügend Wasser zwischen Decalfilm und Modell hat. So lässt sich das Decal dann auch noch vernünftig ausrichten.

 

 

Das erste Decal ist aufgebracht und nun folgt der dritte Teil wovon ich eingangs gesagt habe dass ich mit diesem zuerst hätte beginnen müssen.

 

 

Die Linke Seite lässt sich hier dann leichter auflegen und das Wasser wird mit einem Breiten Pinsel und einem Papiertaschentuch ausgestrichen. Bevor hier nun eine weitere Schutzschicht Lack aufgetragen wird lasse ich das ganze gut abtrocknen.

 

 

Es geht dem Ende zu. Das Innenleben und der Unterboden sind nun zusammengesetzt worden.

 

 

An den Türen sind die Fenster mit Cristal Clear eingesetzt worden. Eine gute Haftung der scheiben bekommt man auch mit normalem Holzleim hin.

 

 

Der Gepäckträger hat nun auch Farbebekommen.

 

 

Sind alle Details Bearbeitet und ausgeführt sieht das Fertige Modell so aus.

 

Habe Fertig ;-)

03.10.2016

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