Volkswagen T1 SAMBA Bus M 1:16 Revell

03.12.2015

Volkswagen..... DAS AUTO !

 

Der Alt eingesessene Automobil Hersteller aus Wolfsburg, macht mit seiner Abgas Manipulation Momentan nicht gerade Positive Schlagzeilen. Dies war in den 1960 noch gar kein Thema gewesen. Hier stand Funktionalität, Großes Transportvolumen und Spaß am Autofahren im Vordergrund. Letztes hatte man mit dem sogenannten Samba Bus der im Dach auch  Panorama Scheiben hatte. Zusätzlich dazu konnte man ein Stofffaltverdeck öffnen das dann die Sicht nach oben freigab und man ebenso den Fahrtwind spüren konnte. Fahrten ins Bergische machten mit solch einem Fahrzeug damals das Autofahren zu einem Erlebnis weil die Fahrgäste hinten die vorbei ziehende Natur dank der vielen Scheiben bewundern konnte und den Fahrtwind zu spüren bekamen.

Revell hatte schon in der Vergangenheit sich diesem Vorbild im Modellmaßstab 1:24 angenommen und hat dieses Fahrzeug exzellent wieder gegeben. In diesem Jahr bringt uns der Modell Hersteller aus Bünde dann dieses Fahrzeug dieses Mal im Großmaßstab in 1:16 auf die Basteltische. Beim ersten Blick auf die Bauteile erinnern die 1:16er Bauteile an die Konstruktion des 1:24er Bausatzes und man erkennt auch viele Parallelen zu diesem. Dies heißt aber nicht dass die 1:24 Bauteile ohne Überarbeitung auf den Maßstab 1:16 Skaliert wurden. Viele Details sind an dem 1:16 Bausatz zusätzlich dazu gekommen und manche Bauteile sind dank der besseren Detailierung anders aufgeteilt worden.

Öffnet man den Karton ist dieser gut gefüllt und man erkennt schon so wie groß das Fertige Modell werden wird. Die Bauanleitung hat sich hier Grundlegend verändert und ist jetzt nicht mehr Schwarz Weiß sondern durch gehend Bunt gedruckt. Die Erklärungen sind in Graphischen Darstellungen unmissverständlich Dargestellt. Es ist auch Erstaunlich zu sehen in wie viele Länder dieser Bausatz verkauft wird. Hier sind die Erklärungen in 21 Landessprachen abgedruckt!

Auf Seite 6 sind dann alle Spritzlinge im Überblick und auch hier sind diese in Farbe abgedruckt.

Auf Seite 8 geht dann auch schon der Zusammenbau mit dem Motor los. Für die die noch keine so gute Vorstellungskraft besitzen sind auch in diesem Teil der Bauanleitung die Bauteile Farblich eingefärbt und kann erkennen wo und an welcher Stelle man hier das ganze Kolorieren soll. Diese Art der Darstellung setzt sich bis zum Schluss der Bauanleitung fort und macht auf mich einen Hochwertigen Eindruck.

Optionale Bauteile gibt es bei diesem Bausatz auch. Hier sind es z.b. Drei! Verschiedene Stoßstangen, Dach Geschlossen oder offen Darstellbar bis hin zu zwei verschiedenen Blinker Gläsern an der Front des Fahrzeuges. 


Die Decals (Naß Schiebe Bilder) sind hier absolut Sauber und Randscharf gedruckt. Für Freunde von Weißwandreifen liegen hier ebenfalls Decals dabei. Ob diese aber Optimal auf den Gummiartigen Reifen haften bleiben wird sich zeigen. Laut Revell hat man hier eine neue Material Rezeptur gefunden, die ebenfalls auf dem gleichen Material wie das Hart Polystyrol Basiert aber eben weich bleibt und die Decals darauf besser Haften sollen. Wir werden es sehen....

Die Reifen an sich geben einen zeitgemäßes Profil wieder und sind aus Gummiartigen Weichen Material.

Die Klarsichteile sind in Optimaler Qualität und geben später den Blick auf das Innenleben frei.

Kleiner Verarbeitungs Tipp; hier sollte man sich, beim Verarbeiten der Klarsichteile als auch der Chromteile, sogenannte Dermatologische Handschuhe aus der Apotheke besorgen. Diese sind nichts anders als Textile Stoff Handschuhe die hier verhindern sollen das Körperfett auf die Bauteile gelangt und die Scheiben unansehnlich machen. Es können aber auch die einmal Handschuhe aus Latex verwendet werden. In denen schwitzt man aber und bei den Stoff Handschuhen ist der Tragekomfort höher.

Chrom Teile gibt es Natürlich auch an diesem Bausatz. Hier sind es die Zierleisten für die Stoßstangen und für die Karosserie als auch die Lichtreflektoren und Radkappen, das VW Logo und Diverse Griffe und Reling für den  Innenbereich.

Die Innenraum und Karosserie Teile Erinnern wie eingangs schon erwähnt an den 1:24iger Bausatz, sind aber von der wiedergabe der Details alle Überarbeitet und weisen an vielen Stellen dem kleineren Bausatz mehr Details auf als am 1:24 Bausatz.

Der Zusammenbau kann beginnen …

Anders als die Bauanleitung das vorgibt, begann der  Zusammenbau mit der Karosserie. Wie auch beim 1:24 Bausatz  sind die Karosserie Teile bei diesem Bausatz genauso Konstruiert. Bevor allerdings die Teile miteinander Verklebt werden, sollten diese auf pass Genauigkeit geprüft werden und Grate oder Angüsse entfernt werden damit später auch wirklich alles genau zusammen passt.

Auf der linken Fahrzeug Seite wird der Schweller mit einem Stift Fixiert. Würde man diese Kontaktstelle, wie es der Bausatz vorgibt,  nur Kleben besteht die Gefahr dass diese wieder aufbricht. Gestiftet hält diese Stelle besser und ist Stabiler.

Ist der Unterboden, noch ohne Kleber, eingesetzt entschied ich mich für die Motorraum Klappe den Drehmittelpunkt Vorbildgerechter zu gestalten. Hier wurden dann neue Scharniere gebaut die dem Vorbild näher kommen.

Auch die Türen vorne sollten eingepasst werden damit später alles passt. Ein Befreundeter Modellbauer machte mich drauf aufmerksam dass die Karosserieseite unter der Regenrinne weiter verläuft aber man das am Modell nicht umgesetzt hat. Auch dieses Detail werde ich hier überarbeiten. Dazu wird der Türrahmen ober ca. 1 mm abgeschnitten. Das nun fehlende Stück wird dann wieder an der Karosserie unterhalb der Regenrinnen eingeklebt. Ein paar anpassungsarbeiten der Türrahmen sind dann noch notwendig.

Die Türen sind nun überarbeitet und eingepasst.

Auch die die hinteren Türen passen ohne große Nacharbeit und sind soweit erst mal fertig.

Die Karosserie mit ihren Türen ist soweit zusammengebaut und es kann nun bei Baustufe 1 mit dem Motor weiter gehen.

Die Teile für den Motor wurden aus dem Gießast getrennt und gesäubert. Danach wurde als Pass Probe das ganze zusammengesteckt, ohne Kleber.

Die Motorteile sind alle Farblich gestaltet und zusammengebaut. Damit wäre der Motor bereits fertig. Leider vermisse ich in dem Bausatz Diverse Vinyl Schläuche für die Darstellung der Zündkabel. Wenn ich mich recht Erinnern kann lagen in den zurückliegenden 1:16er Bausätzen immer auch Schläuche dabei. So musste ich mir hier mit 0,8 mm Schwarzer Drahtlitze behelfen.


Nun wird der Unterboden mit seinen Achsen zusammengebaut und Farblich gestaltet. Zunächst wird alles von Formennähten gesäubert und eine Pass Probe gemacht.

Nach der Farblichen Gestaltung werden die Bauteile zusammengebaut und währenddessen einer leichten Verschmutzung bzw. Gebrauchspuren mit Farbpigmenten der Tönung Schwarz, Umbra, Terra Gebrannt und Rost angebracht.

Mit einer Trockenmalmethode in dem man mit einem Großen Weichen Pinsel silberne Farbpigmente aufgenommen hat, werden so sogenannte Spitzenlichter angebracht in dem man den Pinsel so über die Oberfläche führt das nur an vorstehenden Kanten und Wölbungen diese haften bleiben.

Der Vergleich mit der 1:24 Miniatur zeigt dass eigentlich der Unterboden vollkommen Identisch ist.

Ein kleiner Denkfehler hat sich auch eingeschlichen der aber ohne weitere folgen behoben werden konnte. Da ich das Auspuff System mit Motorboden Nachbildung und Hinter Achse bereits am Unterboden verbaut habe und der Motorblock eigentlich von unten als von oben eingebaut werden soll, musste ich nun eine Lösung finden wie ich den Motor jetzt an seinen vorbestimmten Platz bekomme. Hier wurden die Laschen und die Falzkanten so entfernt ( rote Pfeile auf den Bildern) dass der Motor nun von Oben eingesetzt werden konnte. Das tut der Detailtreue keinen Abbruch und dieser passt genau so wie es eigentlich vorgesehen ist.

Die Roten Pfeile zeigen wo die Laschen und Falzkanten entfernt werden müssen um dann den Motor nicht von unten sondern von oben einzusetzten.

Nun wird der Motor ohne Probleme von oben eingesetzt und kann für weitere Lackierarbeiten wieder entnommen werden. Ein weiterer vorteil besteht darin das der Unterboden mit seiner Motornachbildung komplett fertig gestellt werden kann.

 

Der Motorraum ist hier dann auch Lackiert worden. Üblicherweise waren diese hier in der Wagenfarbe mit Lackiert worden.

 

Wie beim 1:24iger Bausatz hat man die Konstruktion des zweiten Innenbodens genauso übernommen. Hier werden nun die Karosserieflächen sowie der Fußboden wie am Vorbild Lackiert. Die hintere Ablage über dem Motor wurde mit feinen Viskose Flocken in die noch nasse Farbe mittels eines Siebes aufgetragen.

 

Weiter geht es mit den Sitzen. Schaut man ins Internet nach Vorbildern und wie diese gestaltet sind findet man viele Farblichen Vorlagen. Ich selber habe mich hier für das zweifarbige Grau entschieden, wobei ich die Keder Leisten an den Kanten der Sitze, mit einem Schwarzen Filzstift nachgezogen habe. Die Schattenbildung an den Sitzen nahm ich mittels Schwarzen Farbpigmenten vor die ich mit einem Pinsel Vorsichtig aufgetragen habe.

 

Auch die Zwischenwand, die zwischen den Vordersitzen und der Mittleren Rücksitzbank ist wurde Farblich gestaltet. Die Zierleisten wurden hier mit „Bare Metal Foil“ nachgebildet.

 

Die Bodengruppe mit Motor und Achsen ist soweit fertig gestaltet…..

 

…wie auch die Bodengruppen mit den Sitzen und Rückbänken. Hier wurden nun noch die Pedale, Schaltknüppel und Bremshebel Montiert.

 

Nun werden Karosserie Türen und Klappen Grundiert. Damit später, je nachdem wie man sich das Fertige Modell betrachtet, das Licht nicht durch das Material scheint, sperre ich so zusagen, zunächst mit Grauer Grundierung ab.

 

Nach gutem Trocknen wird dann wieder Weiß Grundiert. Weiß deshalb damit später die Hellen Farbtöne auch gut zur Geltung kommen.

 

Auch hier verwende ich wieder den „Micro Filler“ Grau und Weiß von Alclad II.

Beim mehrfarbigen Lackieren ist es unbedingt wichtig das Sorgfältig abgeklebt wurde, damit dann die nächste Farbe aufgetragen werden kann.

 

Danach wird dann der nächste Farbauftrag vorgenommen.

 

 

Die Farbschichten sind nun Lackiert und auch der Klarlack ist aufgetragen. Verwendet wurde hier der 2K Klarlack von Glasurit.

 

Die Innenseiten wurden ebenfalls Farblich bearbeitet.

 

 

Zwischendurch wurden die Scheinwerfer vorne zusammengebaut. Beim Abtrennen wird hier minimal der Chrom beschädigt. Mit einem Silbernen EDDING Stift ist dies wieder zu Reparieren.

 

An den Gläsern wurde auf der Innenseite noch mit einem Schwarzen Filzstift die schwarze Dichtung nachgebildet und gibt dem Scheinwerfer eine gewisse Tiefe.

 

Anfänglich war ich skeptisch ob die Weiß Wand Decals auf den Weich Gummi Reifen vernünftig und dauerhaft aufgebracht werden können.  Sie können! Zunächst im Wasserbad vom Trägerpapier gelöst, werden diese Vorsichtig auf den Reifen aufgelegt. Der Decal Weichmacher weicht diese an und sorgt hier dann für ein gutes anliegen und auch für die nötige Haftung.

 

Die zusammengebaute Karosserie ist derzeit in diesem Baufortschritt.

 

Innen wurden dann alle kleinteile wie Armlehnen, Haltegurte und die Kofferstangen hinten an den Scheiben eingebaut. Die Frontverkleidung und auch das Armaturenbrett wurden hier nur eingesteckt aber noch nicht eingeklebt da der Unterboden mit dem Innenboden nun von unten in die Karosserie eingesteckt wird.

 

Nun wird es spannend. Die Karosserie wird jetzt mit dem Unterboden zusammengesteckt. Der Unterboden wird vorne in die Karosserie eingesteckt und vorsichtig mit sanfter Gewalt an den Laschen auseinander gedrückt und gleichzeitig eingeschoben. Hier ist wirklich Fingerspitzengefühl gefragt. Wer sich diese Art des Zusammenbaus nicht zu traut sollte diesen dann wie in der Bauanleitung beschrieben Zusammenbauen.

 

Ist diese Hürde genommen und alles ausgerichtet kann von unten punktweise an den Laschen die Karosserie am Unterboden Fixiert werden. Dazu kann die Karosserie wieder etwas aufgebogen werden um dann den Klebertropfen zu Platzieren.

 

Letzt wird aber noch die Motorraum Klappe eingesetzt. Da mir der Öffnungsradius aus dem Bausatz nicht gefallen hat, wurden neue außenliegende Scharniere selber Hergestellt. Die Klappe wird nun mittels eine 0,8 mm stifte eingebaut so dass diese auch zu öffnen ist.

 

Alle Außen Details werden jetzt nach und nach angebracht.

 

Verchromte Bauteile ist bei solchen Bausätzen immer ein Problem. Wenn der Spritzling die Form verlässt kommt es schon mal vor das hier oder da eine sogenannte „Fahne“ entstanden ist. Das passiert meistens dann wenn an der Stelle die Form nicht absolut sauber geschlossen war. Soweit kein Problem. Da aber diese Teile vor dem Verchromen nicht nachgearbeitet werden stören dann diese überstände und müssen entfernt werden und der Chrom wird dann an dieser Stelle beschädigt. Gleiches gilt für die Gießkanäle bzw. Stege von denen man dann die Teile aus dem Rahmen trennt. Kleinere Stellen kann man wie gesagt mit einem Silbernen Edding Stift Kaschieren aber dennoch sieht man je nach dem diese stellen. Chromteile sollten auch nicht mit dem Seitenschneider sondern abgesägt werden. Dazu gibt es im Zubehör Handel kleine Sägen.

 

 

Der Blaue Decal streifen, der auf die Zierleisten aufgebracht werden soll ist sicher gut gemeint aber für den ungeübten Modellbauer sicher schwierig aufzubringen da das Decal in diesem Fall sehr Dick ausgefallen ist und sich ohne Weichmacher nicht richtig der Oberfläche an schmiegt. Eine Alternative kann hier wiederum ein Blauer oder aber auch Roter Edding Stift sein.

 

Die so gestalteten Zierleisten wurden nun auch Außen an der Karosserie angebracht und die Türen konnten dann auch ein gehangen werden. Fehlen jetzt nur noch die Scheiben….

So langsam geht es dem  Ende zu. Jetzt werden alle Scheibengummis in Schwarz Matt Lackiert. Dazu werden die Klarteile abgedeckt und mit der Airbrush Lackiert.

 

 

Dem Bausatz liegen für das Sonnendach einmal für eine Geschlossene Version als auch für eine geöffnete Version Bauteile bei. Es wäre eigentlich viel zu schade den Innenraum mit dem geschlossenen Dach zu Bauen. Da hat man sich so viel Mühe für die Ausgestaltung desselben gegeben da muss dieser einfach einsehbar sein. Das Bauteil des geöffneten Faltdachses sah hier für meinen Geschmack zu Statisch aus und Baute dieses aus einem Handelsüblichen Papiertaschentuch nach.

 

Zunächst wird ein Papiertaschentauch aufgefaltet und auf einer Schneidmatte ausgelegt. Nun schneidet man innerhalb des Taschentuches etwas Größer wie das Bauteil des Faltdachses aus dem Bausatz aus und Faltet die Kanten so das am Ende das ganze so groß wie das Bauteil ist. Nun benetzt man das Ganze mit Wasser aber nur so viel dass das Taschentuch sich noch von der Schneidmatte ohne einreißen abheben lässt. Tipp; Damit später nach dem Trocknen alles in Form bleibt, kann dem Wasser ein paar Tropfen Handelsüblicher Holzleim beigegeben werden. Der bewirkt das dass das ganze nach dem Trocknen in Form bleibt.

 

 

 

Jetzt kann unter zu Hilfenahme eines Metall Lineals das ganze eingefaltet werden und mit einer Matt austrocknenden Farbe Lackiert werden.

 

Alle Bauteile sind verbaut. Das fertige Ergebnis sieht am Ende so aus.

Beendet am 15.01.2016

  23. Modellbau Ausstellung

 

„ON THE ROAD“

 

Vom 10.03.-11.03.2018

 

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2. Steirische Modell-

Bautage

07. & 08. April 2018

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