Swedish Truck (Euro6) mit 6x2/4 Pusher Chassis in M 1:24 von A&N aus Lettland

Begonnen am 30.07.2016

 

Am Anfang stand das Original.

Bilder Quelle;

http://schwerlastforum-austria.forenworld.at/viewtopic.php?f=70&t=925&p=21275

 

Das Österreichische Transport Unternehmen  FTG hat nicht nur Scania´s in seinem Fuhrpark, sondern auch die Schwedische LKW Marke Volvo.

 

 

 

Den Kleinserien Modell Hersteller A&N aus Lettland kennen bereits einige Modellbauer. Dieser nimmt sich vornehmlich Modell Trucks im Maßstab 1:24 vor. Hier auch den Aktuellen Swedish Truck (Euro 6) von Volvo.

Der passende Chassis Bausatz kommt hier auch von A&N

 

Einen Trailer bekommt der Truck dann auch. Dieser kommt dann vom Englischen Kleinserien Hersteller KFS.

 

 

Zudem kommen noch dieses Reifen & Felgen Set von Modelmakershop zum Einsatz.

 

 

Verwendet wird der Decal Bogen des Scania Bausatzes Scania R730 8x4 Heavy Haulage Tractor den ich versuche auf den Volvo um zuarbeiten.

 

 

Die Bausätze sind hier vornehmlich aus Resin und Fotoätzeilen. Beginnend mit dem Rahmen des Fahrzeugs wurde nun erst mal anhand eines Rahmenteil ein Anfang gemacht.

 

Mit diesem Chassis Bausatz kann man 3 Verschiedene Rahmen längen/ Radstände Bauen. Hier ein 4 X 2 , ein 6 X 2/4 und ein 6 X 2/4 tag Chassis.

 

Mit den Fotoätzbauteilen 5. 6. wird das 6 X 2/4 Chassis gebaut…

 

 

 

Mit den Fotoätzteilen 7. 8. wird das 6 X 2/4 tag Chassis gebaut.

 

 

 

Verwendet man die Fotoätzteile 5. 6. 7. und 8. nicht, erhält man das 4 X 2 Chassis

 

 

Die verarbeitungsweise von Resin und Fotoätzteilen sind hier Natürlich ganz andere wie bei Polystyrol. Zunächst wurden die ersten Rahmenteile aus der Metall Platine herausgetrennt.

 

Die Haftstellen raute ich mit Schleifpapier an damit die Haftwirkung größer wird.

Danach werden die Bauteile an den vorgegebenen Biegelinien gebogen.

 

Genauigkeit Zahlt sich aus. Mit einem Uhrmacher Winkel werden die gebogenen Teile auf Rechtwinkligkeit geprüft.

 

 

Eigentlich hatte ich vor die Ätzteile „nur“ mit Sekundenkleber zu verbinden glaube aber das dies später die Verbindung nicht richtig zusammenhält und habe mich entschlossen diese stellen zu löten. Mit Lötwasser wird das Lötzinn Dünnflüssiger und zieht hier durch die Kapillarwirkung in alle Ecken und ritzen.

 

 

Das anschließende glätten der Oberfläche ist durch das härtere Material vornehmlich mit feinen Schlüsselfeilen zu bewerkstelligen. Zu Beginn war es schon eine Umstellung da man das Bearbeiten von Polystyrol gewohnt ist. Hat man aber auch hier sich reingefunden fällt es zunehmend leichter auch dieses Material zu glätten.

 

 

 

 

Da der Rahmen im Bereich des Motors gekröpft ist werden dort noch die Teile 9. 10. 11. Und 12. Eingesetzt.

 

 

Fixiert wird zunächst mit Sekundenkleber.

 

 

Und danach weich gelötet.

 

Danach wird wieder mit den Schlüsselfeilen und Schleifpapier geglättet.

 

Nun geht es an die Querträger des Rahmens. Um die Ätzteile aus der 0,3 mm dicken Messing Platine heraus zu trennen, kommt man leider mit einem Bastelmesser oder Ätzteile Schere nicht weiter. Hier empfiehlt es sich einen Dremel oder Proxon mit Trennscheibe zu verwenden.

 

Sind die benötigten Ätzteile herausgetrennt werden diese an den Biegekanten gebogen.

 

Aus einer anfänglich angenommenen Ungenauigkeit beim Ätzen und Biegen der Bauteile, stellte ich später fest das ICH mich beim Positionieren der Fotoätzteile des Querträgers vertan habe!

Die Bausatzteile weisen keinen Mangel auf und sind auch nicht falsch gefertigt! Der Fehler lag eindeutig bei mir.

 

Aufgrund meines Fehlers liegen nun die Löcher nicht mehr genau über einander wo von außen die Resin Muttern eingesetzt werden sollen. Die Löcher müssen nun noch nach gebohrt werden.

 

 

Einmal nicht aufgepasst und ein Träger Teil falsch rum eingesetzt. Das markierte Bauteil muss genau anderes rum eingebaut sein. Also wieder raus damit was sich aber schwieriger gestaltet hat wie ich dachte weil es gar nicht so einfach war dann das Weichlot wieder zu erhitzen und das teil heraus zu bekommen.

 

 

 

Nun ist es mir aber gelungen dann dieses Malheur zu beheben und der Rahmen ist schon mal zusammen. Das Ganze ist erstaunlich Stabil und hat auch bereits jetzt ein Eigengewicht von 25 g.

 An einem der Querträger werden die unten im Bild Markierten Teile verbaut. Diese sind aus Resin gegossen und derart aus der Form, das ich mich entschloss diese neu auf zu Bauen. Nach dem Maß nehmen wurden diese am PC nachgezeichnet und auf einer CNC Fräse ausgefräst.

 

 

Die Resin Bauteile hier im Vergleich mit den neuen gefrästen Bauteilen aus weißen Polystyrol.

 

 

Die gefrästen Bauteile sind nun am Querträger mit einem 0,8 mm Blumendraht gestiftet und mit Sekunden Kleber eingesetzt. Das erhöht die Stabilität.

 

Leider ist aus der Bauanleitung nicht ersichtlich wie nun das Tankbauteil montiert wird. Offensichtlich wird dieses an die Bauteile Montiert die ich bereits erneuert habe. Hier habe ich mich dann auch entschlossen diese Teile mit 0,8 mm Blumendraht zu stiften, da ansonsten nirgendwo eine andere Aufnahme für dieses Bauteil zu sehen ist.

 

Am Rahmen wird nun der Resin Querträger eingesetzt und danach der Tank eingefädelt. Dieser wird allerdings noch aus Lackiertechnichen Gründen nicht eingeklebt sondern nur eingesteckt.

 

 

Resin, Fluch und Segen. Richtig verarbeitet und gegossen ist dieses Material eine sehr gute Alternative zum Plastik Kunststoff. Sind die Teile aber nicht sorgfältig abgegossen ist eine Rettung so gut wie unmöglich und die Teile müssen neu aufgebaut werden. Hier z. b. einer der Hinteren Druckluftkessel der nicht rund sondern Oval geformt ist und für meinen Anspruch nicht geeignet ist zu verwenden. Also Neubau. Hier verwendete ich Rundrohr Material von evergreen und aus dem Industriemodellbau runde endkappen. Die Halterungen wurden ebenfalls neu gefräst.

 

 

Der kleinere Lufttank war soweit OK und konnte verwendet werden. Hier wurden aber auch Haltebänder gefräst in denen dann der Tank seinen Platz findet.

 

 

Nun wurden noch die Winkelbleche der Sattelplatten Mechanik am Rahmen angelötet. An diesem Beispiel möchte ich euch meine Vorgehensweise zeigen.

 

 

Zunächst werden die Teile an den Haftstellen mit Schleifpapier aufgeraut und die angerauten stellen mit Lötwasser benetzt. Dieses bewirkt dass der Flüssige Lötzinn durch die Kapillarwirkung sich auf den ganzen Haftstellen zwischen den Bauteilen verteilt und dieses dann mit dem Rahmen eine Verbindung eingeht.

 

 

Mit zwei Wäscheklammern werden die Teile nun genau Fixiert….

 

… jetzt ist der Moment in dem  der Lötzinn aufgetragen wird.

 

Danach werden die stellen noch mit Schleifpapier geglättet und das Bauteil sitzt unverrückbar am Rahmen.

 

 

Weiter geht es mit den Achsen, besser gesagt mit den Bremssätteln, Bremsscheiben und Achsaufnahme. Auch hier zeigen sich starke Ungenauigkeiten. Schade das man die Teile alle zusammen hat Abgießen müssen das erschwert auch die Lackierung. Schöner wäre es gewesen wenn man diese Bauteile hätte einzeln gegossen. Ich bin mir sicher dass die Maß Genauigkeit besser gewesen wäre. Hier wurden die Teile neu gebaut.

 

 

Nach dem die Zeichnungen erstellt wurden konnten die neuen Bremsscheiben, Bremssattel, Bremsbeläge und Achshalterung neu gefräst werden sowohl für die Vorder- als auch Hinterachsen.

 

 

Zusammengebaut sieht das Ganze dann so aus. Die Bauteile lassen sich für das Lackieren auch wieder auseinander nehmen.

 

 

Da hier später die „neuen“ Felgen vom Modelmakershop montiert werden wurde eine Pass Prüfung der Nabe auf die Felge gemacht. Auch hier passte die Nabe nicht und musste an einer Uhrmacher Drehbank nach gedreht werden. Die Bremszylinder passen hier auch nicht und müssen versetzt bzw. anders gestaltet werden.

 

 

Immer wieder eine Überwindung aber für die Detailtreue ein Muss. Jetzt kommt an der angetriebebenen Achse die Säge zum Einsatz. Diese wurde direkt hinter der Bremsscheibe angesetzt und das angegossene Bauteil wird abgetrennt.

 

Das andere Bauteil wird vorsichtig herausgebrochen und die Stelle sauber Verschlliffen.

 

 

Nun wird ein 2 mm Loch gebohrt in dem dann ein 2 mm Rundmaterial eingesteckt wird wo dann der ganze Bremssattel samt Bremsscheibe aufgesteckt wird.

 

 

Und die ganze Achse mit beiden Seiten neuen Bremsscheiben, Bremssättel. Neue Bremszylinder kommen dann auch noch.

 

 

Das eine zieht das andere nach sich. Soll heißen dass letztendlich nur noch die Typische Volvo Nabe übrig geblieben ist. Auch die Felgenscheibe an sich ist nicht kreisrund gegossen. Da meine Anforderungen an diesem Details sehr hoch sind, habe ich mich dann entschlossen auch diese neu aufzubauen. Die Scheibe an sich wurde am PC gezeichnet und an der CNC Fräse gefräst.

 

 

Die Nabe wurde dann mittels einer Uhrmacher Drehbank bis auf das Innenteil soweit abgedreht das die schiebe sich dann auf setzten lässt.

 

 

Mit dem Fertigen Ergebnis bin ich jetzt zufrieden. Das ganze muss ich nun noch drei Mal machen.

 

 

Auch die Felge passt optimal und die Bohrungen für die Radmuttern sind in der neu aufgebauten Scheibe auch vorhanden.

 

 

Auch hier geht es nach langen stillstand weiter.

 

Die Achsen sind verbaut aber hier und da gab es doch auch wieder eine Nacharbeit an dem Stabilisator der Hinterachse. Zum einen waren die Löcher der Aufnahme nicht ausgebildet zum anderen so verzogen das dieses Bauteil aufgetrennt und neu ausgerichtet werden musste.

 

 

Nun wurden noch die Schraubenköpfe eingesetzt die dem Bausatz bei liegen.

 

 

Richtig trickreich geht’s es mit dem Zusammenbau des Treibstoff tank weiter. A&N hat sich hier für einen Mix aus Ätzteil- und Resinteile entschieden. Auf der Seite von A&N ist der Zusammenbau dieses Details ausführlich beschrieben. Ich selber habe es im Eifer des Zusammenbaus einfach versäumt Baustufenbilder zu machen. Die nachfolgenden Bilder sind hier von A&N und Beschreibe hier mit meinen Eigenen Worten wie ich diesen Zusammenbau gemacht habe.

 

 

Der Zusammenbau des Treibstoff Tanks  anhand von Bildern von A&N

 

 

Schaut man sich das Ätzteil- des Tank Körpers genau an, sieht man das am Anfang und am Ende zwei Laschen ausgeätzt sind die man für den Zusammenbau exakt übereinander legen muss und hier dann für den besseren halt, verlötet werden sollten. Diese stellen sollten vor dem Biegen bereits verzinnt werden.

 

 

Auf der Rückseite, die später die Innenseite ist, erkennt man eine Riffelung. Diese dient der Besseren Biegung der Rundung. Die Große Biegung wird mittels eines Dicken Filzstiftes vorgenommen.

 

 

Bei den kleinen Radien genüg der Griff des Bastelmessers.

 

 

Mit Sekundenkleber werden nun von inneren die Resin Trittstufen eingeklebt. Hier ist auf eine genaue Ausrichtung zu achten. Man sollte auch wissen dass die Ausschnitte kleiner wie das Loch am Ätzteil sind. Hier wird nach dem Zusammenbau die Kante später rundgeschliffen.

 

 

Nun wird wieder die Große Biegung mit dem Filzstift soweit gebogen das sich die Laschen nun übereinander legen lassen.

 

 

Jetzt werden die Verzinnten Laschen mit einem Lötkolben erhitzt und verlötet. Hier ist auf eine exakte und absolute pass Genauigkeit zu achten!!! Da sonst die Resin Tankendstücke nicht passen. Ich selber musste diese Arbeit zweimal wiederholen.

 

Möchte man diese Fuge mit Sekundenkleber zusammensetzten sollte man mit einem groben Schleifpapier die Kontaktstellen vorher anrauen umso eine höhere Haftung zu erzielen. Diese Vorgehensweise eignet sich auch bei allen anderen Verklebungen mit Sekundenkleber. Auf einer Rauen Oberfläche haftet der Sekundenkleber um einiges besser als auf einer Glatten.

 

 

Jetzt werden die in CNC Frästechnik Hergestellten Innenteile zur Versteifung eingesetzt. Diese liegen dem Bausatz bei.

 

Am Ende werden dann die Tank Endstücke aus Resin eingeklebt.

 

Nun versuchte ich die Tankhaltebänder zu Montieren. Hier sind wie beim Tank von der Rückseite auch wieder „schlitze“ ein geätzt die eigentlich dafür sorgen sollten das Material besser Biegen zu können. Die Betonung liegt hier auf „eigentlich“ Schon beim zweiten Biegeversuch das Halteband um ein Rundmaterial zu biegen brach dieses durch! Somit war dieses „Band“ nicht mehr zu gebrauchen da dies nun zu kurz ist.

 

 

Irgendwann in der Vergangenheit hatte ich mal verrückterweise eine Mayonnaise ausdrückt Tube aufgeschnitten, als diese leer war und das Material gereinigt. Genau dieses Material eignet sich nun hervorragend für die Herstellung neuer Tankhaltebänder und lässt sich auch um einiges besser biegen da dieses viel Weicher ist aber dennoch nicht so schnell bricht. Einzig und alleine die Beschichtung und Aufdruck muss man an den Stellen sorgfältig entfernen an denen mit Sekundenkleber geklebt wird, sonst hat der Sekundenkleber keine Wirkung.

 

 

Beim Anhalten der Bausatz Tankhaltebänder bemerkte ich auch, dass diese zudem auch nicht ganz die stellen abdecken, wo diese am Tank Platziert werden sollen und man diese Position ebenfalls freigeätzt hat. Hier schnitt ich die neuen Bänder minimal breiter und auch das Problem war behoben.

 

 

Um nun die Ösen an den neuen Tankhaltebändern Herzustellen die mittels 1 mm Rundmaterial dann am Rahmen gehalten werden, fixierte ich den Tank in seiner endgültigen Position mit einem Klebeband und konnte nun exakt die Positionen ermitteln wo ich eben dann diese Ösen anbringen musste.

 

 

 

 

Die fertigen Haltebänder mit Tank halten denselben sehr stabil an seinem Platz.

 

Zwischenzeitlich wurden die Kotflügel selber Hergestellt da mir die Bausatz Kotflügel nicht gefallen haben und ein paar zu wenig dabei waren.

Um die Typische Volvo form zu bekommen wurde hier im Schichtverfahren der Kotflügel aufgebaut.

 

Mit der ersten Version war ich dann nicht zufrieden und Konstruierte diese neu, wobei der Lampenkasten und die Halterung als Einzelteil später wieder angebracht wurden.

 

 

 

Auch die Radnabe wurde nach Foto neu aufgebaut.

Mittlerweile sind alle Rahmenteile Lackiert und der Rahmen ist Zusammengebaut.

  23. Modellbau Ausstellung

 

„ON THE ROAD“

 

Vom 10.03.-11.03.2018

 

Ich stelle aus

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2. Steirische Modell-

Bautage

07. & 08. April 2018

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