RENAULT 4 Fourgonnette /Kastenwagen/ von EBBRO M 1:24

02.01.2015

Nach dem EBBRO den Renault 4L Limousine in 2014 auf den Markt gebracht hat kam direkt danach die Kastenwagen Variante heraus. Das Vorbild kennen sicher noch viele unter den Älteren Modellbauern aus Ihrer Jugendzeit oder den Anfängen ihres Führerscheins. Dem ein oder anderen war dieses Fahrzeug vielleicht auch sein erstes Auto. Wie dem auch sei, neben dem Citroen 2CV, viele kennen ihn viel mehr unter dem Namen „Ente“  ist auch dieser Fahrzeug Typ  ein Auto, das damals sehr viel im Straßenverkehr zu sehen war umso Interessanter mit diesem Modell Varianten bei vielen Modellbauern wieder viele schöne Erinnerungen hervorzurufen.

Anfänglich hatte ich vor die Limousine zu Bauen. Als ich dann aber sah das es auch den Kastenwagen gibt habe ich mich für den entschieden. Ende 2014 Besuchte ich eine Modellbau Ausstellung bei dem auch viele Händler vor Ort waren. Hier wurde ich bei dem Belgischen Händler „Domino“ fündig und erwarb den „Rebault4 Fourgonnette von EBBRO im Maßstab 1:24. Bei öffnen gab es dann eine positive Überraschung. Dem Bausatz liegt hier ein Decal Bogen für die Französische Version eines Service Fahrzeuges und der Französischen Post bei. Zudem kann man zusätzlich noch ein kleines Schaufenster im Kastenaufbau nach Bedarf selber einbauen. Nach eigenen Recherchen scheint es so zu sein, das aber nur die Bausätze diese Zugabe haben, die für den Französisch sprechenden Raum vorgesehen waren. Alle anderen Bausätze haben diese Option nicht beiliegen.


Bilder Quelle: http://ranwhenparked.net/2014/10/23/driven-daily-renault-4-f4/


Zunächst stellte ich fest dass die Spaltmaße der der Türen und Motorhaube doch etwas großzügig bemessen sind. Hier wurden die Kanten mit 0,5 mm Plattenmaterial aufgefüttert und nach dem austrocken des Klebers sauber verschliffen.


Als nächstes widmete ich mich die Tür und Klappen Beweglich zu gestalten. Diese wurden selber Hergestellt. Bei der Hecktür gestaltete sich das noch recht einfach. Bei den Türen vorne links und rechts war das schon Kniffliger.

An den Türen vorne befinden sich ein sichtbares Scharnier oben und ein unsichtbares im unteren Bereich hinter dem „Blech“. Die Drehmittelpunkte müssen demzufolge dann genau übereinanderliegen damit das richtige Öffnen der Türe gewährleistet ist. Die richtigen Positionen und Anordnung des unteren Scharniers herauszufinden war eine herausfordernde Arbeit die aber letztendlich zum Erfolg geführt hat.

Der Tür Holm an sich musste noch mit einem Kugelfräser etwas ausgehöhlt werden da die Türe sich beim Öffnen etwas hinter diesen Holm schiebt und eben diesen Platz zum Öffnen benötigt.

Weiter geht es mit dem Armaturenbrett, Lenksäule und Lenkrad. Hier wird alles von formennähten gesäubert und kontrolliert ob alles zusammen passt.

Der Motor besteht aus zwei Hälften die zusammen geklebt werden. Später dazu mehr...

Als nächstes widmete ich mich, laut Bauplan den Sitzen Vorder- und Hinterachse. Auch hier wurde zunächst alles von graten und Angüssen gesäubert und auf pass Genauigkeit geprüft.

An den Achsen selber wurden Polycabs eingesetzt und mit einander Verklebt. Die Polycabs haben die Aufgabe später die Felgen und Reifen durch eine Quetschpassung aufzunehmen und Drehbar zu halten.

Auch die Reserverad Halterung wurde geringfügig überarbeitet und wurde hier durch einen 0,5 mm gebogenen Draht ersetzt. Als spätere Aufnahme am Unterboden wurde nach entfernen der Kunststoffteile passende Hülsen mittels Sekundenkleber angebracht. Die Hülsen Dienen später wie gesagt der Aufnahme der neuen Halterung. Weiterer Vorteil ist dass das Reserverad nun auch herausnehmbar ist.

Nun widmete ich mich der Farblichen Gestaltung. Eine mehrfarben Lackierung erfordert immer wieder eine Sorgfältige Vorarbeit. Der Aufbau der Oberfläche ist ähnlich gelagert wie bei den Vorbildern.

  • Erster Schritt; Entfetten und entstauben und Säubern der Oberfläche.

  • Zweiter Schritt; Grundieren, hier mit Alclad2 White Primer & Filler.

  • Ditter Schritt; Weiß Matt Lackieren (Tamiya XF-2) Damit dieser Farbauftrag nicht zu Dick wird kann man Tamiya Farben mit Handelsüblichen Brennspiritus Verdünnen.

  • Vierter Schritt; Abkleben für den zweiten Farbauftrag mit Tamiya Gelb Matt XF-3

Das Abkleben sollte sehr sehr sorgfältig gemacht werden. Umso Sorgfältiger man hier jetzt Arbeit umso genauer und Sauberer wird der zweifarbige Farbauftrag gelingen. Es ist schon ein Stück Arbeit, die sich aber am Ende lohnt. Ihr werdet es sehen.


  • Fünfter Schritt; Lackieren mit Tamiya XF-3. Beginnen sollte man den zweiten Farbauftrag so Dünn und so wenig wie möglich, aber gerade mal so viel, das die Oberfläche eingenebelt ist. Damit verhindert man das zu viel aufgetragene Farbe dann doch unter die Abgeklebten Bereiche läuft. Ist diese Schicht angetrocknet, das geht durch den dünnen Auftrag recht schnell, wird nochmals, jetzt Deckend Lackiert.


Immer wieder Spannend ist der Moment für mich nach dem Abtrocknen der Farbe, das Demaskieren. Immer wieder hämmert die Frage im Kopf… hab ich alles Sauber abgeklebt?  … hab ich keine Stelle vergessen abzukleben? …ist nichts unter die Maskierung gelaufen?… bekomme ich die Maskierung ohne Schaden von den Modellteilen gelöst?.....

Die Antwort hier ist JA! Es ist nichts unter die Maskierung gelaufen und auch das Tape konnte Rückstandlos und ohne Beschädigungen zu verursachen entfernt werden. Jetzt wird der Farbe etwas Zeitgegeben richtig aus zu Trocknen und bekommt dann den ersten Klar Glanz Auftrag.

Jetzt noch mal Prüfen ob die Farbgrenzen auch alle übereinander liegen …. Ja auch hier stimmt alles. Steht nun dem ersten Klarlackauftrag nichts mehr im Wege, aber erst wird das ganze mal 1-2 Tage zum richtigen Trocknen gegeben.

Als Klarlack hat sich der zwei Komponenten Klarlack von Glasurit  bewährt. Dieser ist in einem einfachen Mischungsverhältnis (100% Lack/ 50% Härter) und Trocknet sehr schnell aus so dass man am nächsten Tag schon wieder die Teile in die Hand nehmen kann. Je nach dem kann nach weiteren 4-5 Tagen dann auch Nachpoliert werden.  Größter Vorteil ist aber das er schnell Trocknend ist und vor allem auch Griff Fest so dass man dann auch mal ein Bauteil fester anpacken kann, ohne Gefahr zu laufen das sich ein Fingerabdruck ab bildet.

Weiter geht es im Motorraum. Hier widmete ich mich den Flüssigkeitsbehältern wie das Scheibenwaschwasser und der Kühlflüssigkeit. Wie in der Vergangenheit schon bei dem einen oder anderen Modell angewendet bildete ich hier den Füllstand mittels der Klarmalfarbe von Tamiya nach die stark Verdünnt aufgetragen wurden. Der Füllstand der Behälter wurde abgeklebt. Dabei ist drauf zu achten in welcher Position später die Behälter eingebaut sind. Danach richtet sich dann auch der Flüssigkeit Spiegel. Der Eckige Behälter ist z. b. schräg eingebaut. Da muss dann der Flüssigkeitsstand in der Schräge nachgebildet sein wie auch der Behälter eingebaut ist. Um dann wiederum die Transparenz der Behälter zu imitieren, wurde nochmal Dünn mit Weiß Matt Lasieren überlackiert. Ich Denke dass das Ergebnis überzeugt.

Beim Lackieren ist mir allerdings ein fataler Fehler unterlaufen. Trotz abgeklebten Scheiben sind mir diese zumindest an den Türen, durch die Lösungsmittel des Klarlacks Blind geworden und musste diese erneuern. Alle anderen Scheiben sind Gott sei Dank nicht davon betroffen. Aus dünnem Klarmaterial wurden die Scheiben dann neu aufgebaut und die „Gummidichtung“ wurde mittels einer CNC Fräse ebenfalls neu erstellt. Dazu musste aber an der Innentürverkleidung die „Dichtung“ entfernt werden. Die Dichtung an sich wurde zweiteilig ausgeführt, damit dazwischen dann das neue Fenster seinen Platz findet.

Nach dem dieses Problem gelöst wurde konnte es am Motorraum im speziellen mit dem Motor und auch dem Unterboden weiter gehen. Die Teile wurden alle Farblich gestaltet und einem gebrauchten aussehen unterzogen.

An der Stoßstange vorne musste ich die seitlichen Bügel aus 0,8 mm Draht erneuern da diese aus welchen Gründen auch immer einen Transportschaden davon getragen haben.

An der Unterseite der Motorhaube vorne zwischen den Scheinwerfern sind zwei Blinker bzw. Positions Lampen. Hier hatte ich noch Fotogeätzte Lampen mit streulins in passenden Maß ( 3 x 5 mm ) Eine hälfte wurde mit Klar Orange von Tamiya X-26 lackiert. Um eine umlaufende Schwarze Gummidichtung zu imitieren kam wieder der Schwarze Filzstift zum Einsatz, der einmal dünn ringsum um die Kante gezogen wurde.

Nun kommen die Nass schiebe Bilder zum Einsatz. Diese sind Randscharf auf einem dünnen Trägerfilm  Sauber gedruckt und lassen sich alle Randscharf ausschneiden. Die Rundungen sind allerdings ein Problem. Hier müssen die Nass schiebe Bilder vorsichtig eingeschnitten werden und mittels Weichmacher von MICROSOL  an geweicht werden. Die Nass schiebe Bilder nehmen den Weichmacher sehr gut an und lassen sich damit faltenlos auf der Oberfläche an drücken. Auch Unebenheiten und Vertiefungen lassen die Nass schiebe Bilder sehr gut an drücken und reißen hier nicht.

An der Motorhaube wurde auch der Kühlergrill und die Scheinwerfer eingebaut. Dem Bausatz liegen zwei Optionen bei. Zum einen der „Verchromte“ Grill und dann der Kunststoff Graue. Ich habe mich für die spätere Version, den Kunststoff Grill entschieden.

Das Armaturenbrett mit Lenkrad und Ablage hat auch schon Einzug in die Karosse gehalten. Hier ist drauf zu achten dass das Lenkrad mit Lenksäule erst nach dem Einsetzen des Armaturenbrettes an seine Stelle Montiert wird. Ich habe den Fehler gemacht dieses Detail schon vorab am Armaturenbrett zu Kleben und hatte mittlere Schwierigkeiten das Ganze dann ein zu bauen. Dies geht zwar auch, wie ich im Nachhinein festgestellt habe ist aber sehr fummelig, wobei hier die Gefahr besteht das die Lenksäule abbrechen kann.

Jetzt wird es noch mal Interessant. Hier wird nun der Unterboden mit der Karosserie zusammengesetzt. Obwohl diese Art von Modell Konstruktion oft nie so richtig zusammenpasst und ich gestehen muss dass ich auch vorab nicht geprüft habe wie es bei diesem Modell zusammenpasst habe ich auf die Konstrukteure vertraut und wurde nicht enttäuscht. Hinten und vorne sind an der Innenseite der Karosserie in jeder Ecke ein Zapfen der dann beim zusammensetzten mit dem Unterboden in die passenden aufnahmen gesteckt werden kann. Wenn man das behutsam macht geht das fast wie von selber und braucht nachher nur noch von unten einen Tropfen Kleber auf die Zapfen geben und die Karosserie ist mit dem Unterboden verbunden.


Insgesamt bin ich bis hier her mit dem zusammen bau schon sehr zufrieden. Probleme mit nicht passenden Teilen sind mir hier nicht aufgefallen. Ich freue mich jetzt schon auf das Endergebnis.

Die Felgen und reifen wurden auch einer dezenten Abnutzung unterzogen. Hier verwendete ich wieder Farb- Pigmente Schwarz, Umbra Gebrannt und einen leichten Rost Farbton.

Der Motorraum wurde auch Komplettiert. Hier wurden die Flüssigkeit´s Behälter, Wagenheber und Kühler eingebaut. Zündkabel vom Verteiler wurden ebenso nachgebildet. Und auch hier wurde eine gewisse Verschmutzung im Motorraum dargestellt.

Jetzt wurde noch die Motorhaube eingesetzt, die Seitenspiegel Montiert und die Stoßstange hinten angebracht.

EBBRO hat sich hier auch noch was Pfiffiges ausgedacht und dem Bausatz einen Schnittmusterbogen für Diverse Kartonage als Ladegut beigelegt. Ein Gimmick wo sich manch anderer Hersteller ein Beispiel nehmen kann.

Die Kartonage ist schnell ausgeschnitten und zusammengesetzt. Hier lassen sich mit anderen Zubehör schöne kleine Lade Szenen gestalten.

…oder mit Grundplatte….

Beendet am 07.02.2015

  23. Modellbau Ausstellung

 

„ON THE ROAD“

 

Vom 10.03.-11.03.2018

 

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2. Steirische Modell-

Bautage

07. & 08. April 2018

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