Mercedes Benz Actros MP4 Gigaspace Italeri M 1:24

20.01.2017

 

Italeri brachte noch zum Ende des Jahres 2016 den Aktuellen Mercedes Benz Actros Gigaspace auf den Markt. Ein mit Spannung erwarteter Bausatz, da dieser auch mit geringfügiger Verspätung auf den Markt gekommen ist. Hier hat sich das Warten aber gelohnt. Mit über 310 zu verbauenden Teilen, lässt sich hier ein Modernes Nutzfahrzeug Deutscher Automobil Geschichte zusammenbauen.

 

In Schwarz, Silber, Grau und Weißem Kunststoff liegen die Bauteile an Spritzlingen vor einem und wollen verarbeitet werden. Zwei Decal Bögen liegen bei, wovon einer in einem Chromähnlichen Druck gehalten ist. Dazu liegt ein feinmaschiges Gewebe stück bei und Selbstklebende Chromsticker für die Seitenspiegel und die Chromzierleiste für die Sonnenblende. Die Bauanleitung ist ein 27 Seitiges und über 44 Baustufen zählendes DIN A 4 Heft. Die Abbildungen der zu verbauenden Teile sind sehr klar und deutlich wieder gegeben. Eine Verwechslung ist somit ausgeschlossen.  Betrachtet man die Bauteile genauer hier z. b. die Rahmenteile, erkennt man das man sogar auf der Innenseite derselben im sichtbaren Bereich die Verschraubungen nachempfunden hat.

 

Beginnend mit Baustufe 1-8 wird zunächst der Rahmen und die Hinterachse verbaut. Die Rahmenteile sind hier geteilt gefertigt und müssen sauber  ausgerichtet zusammengesetzt werden . Während des Zusammenbaus ist auch zu überlegen welche Baugruppen man noch nicht zusammenfügt, um später diese leichter Lackieren zu können. Hier gibt es immer wieder stellen die schwer, oder gar nicht mehr mit der Airbrush erreichbar sind. Ein Beispiel wäre hier der Batteriekasten am Heck des Rahmens. An den Rahmenteilen und am Batteriekasten wurden die Löcher durchgebohrt und am Bauteil die Zapfen entfernt und ebenfalls an diesen Stellen mit einem 1 mm Bohrer ein Loch gebohrt.  Hier wird später ein 1 mm Rundmaterial nach dem Lackieren eingesteckt. Mit dem Pinsel wird in Rahmenfarbe noch das rundmaterial abgetupft damit das weiße Material nicht mehr zu sehen ist. Obwohl die Vorderachse erst in Baustufe 13 zusammengesetzt werden soll, kann dieser Zusammenbau vorgezogen werden, wie auch die Auflagebrücke für die Kabine in Baustufe 16 N . Diese werden ebenfalls aus Lackiertechnischen Gründen noch nicht endgültig am Rahmen verbaut wie auch die Hinterachse. Das Lenkgestänge bzw. der Lenkeinschlag der Vorderachse sollte man auch prüfen. Hier stellte ich fest dass das Gestänge für einen beidseitig gleichmäßigen Lenkeinschlag zu kurz ist. Und auch das Bauteil des Lenkgetriebes (Nr. 64B) muss geringfügig nachgearbeitet werden , damit die Vorderreifen auch einen Vorbildgerechten Lenkeinschlag zeigen.

 

Der Motor

Dieser Zusammenbau beginnt ab Baustufe 9- 12. Hier hat man das Original Vorbild OM 471 nachgebildet.  Mit seinen 26 zählenden Bauteilen ist der Zusammenbau des Motors noch überschaubar. Wer hier gutes Vorbildmaterial besitzt kann noch viele weitere Details selber ausarbeiten. Bei diesem Zusammenbau wurde aber ausschließlich auf die Ausgestaltung mittels  Farblichen Akzenten gesetzt und setzt das Triebwerk schon für sich in Szene. Dieser wird dann nach der Lackierung des Rahmens im Rahmen eingesetzt.

 

Alternativ Versionen

 

In den Baustufen 20, 22-24 werden Alternativ Bau bare Versionen angeboten. Hier werden die Seitlichen Verkleidungen angebaut oder eben weg gelassen. Wird das Modell ohne Seitenverkleidung gebaut werden am Tank und an die vorderen Kotflügel Positionslampen befestigt. Auf der in Fahrtrichtung linken Seite wird zudem eine zweistufige Leiter unter dem Trittblech angebracht, die den Aufstieg zum Heck des Fahrzeugs erleichtern soll. In den Seitenverkleidungen ist dieser Auftritt bereits eingearbeitet und man brauch bei dieser Option diese Leiter nicht an bauen. In den weiteren Baustufen werden dann die Felgen und Reifen Montiert. Diesem Bausatz wurde das Neue Europäische Felgen Set No. 3909 beigelegt, wobei man aber den Breitreifen für die Vorderachse leider nicht mit beigelegt hat. Sowohl Felgen als auch die Gummi Reifen wurden komplett neu gestaltet. Alternativ kann der Modellbauer zwischen verschiedenen Radnaben an der Vorder- und Hinterachse wählen.

 

 

Der Innenraum

Wird der Innenraum zusammengefügt sollte dieser vorab Farblich bearbeitet sein. Durch Farblich geschickt gesetzte Akzente können den Innenraum eine sehr Interessante Note gegeben werden. Dunkle Farben würde ich vermieden, da diese die Details im Inneren verschlucken und man später nicht mehr deutlich sehen kann. Auch auf Glänzende Farben sollte man im Innenraum verzichten. Matte Oberflächen erzeugen einen viel realistischeren Eindruck von Textilen Oberflächen.  Bei der Farblichen Gestaltung sollte man eine gewisse Sorgfalt walten lassen

 

Vom Bauplan abgewichen

 

Ab Baustufe 31 wich ich vom Zusammenbau ab. Hier wurden die Kabinenteile entgegen der Bauanleitung schon komplett zusammengesetzt um später ein besseres Lackierbild zu erhalten. Dabei ist anzumerken das an den Innenraumteilen diese später für das einsetzten nachgearbeitet werden müssen. Am Dach Himmel, Bauteil 31D, müssen die angegossenen Stege, hinten, entfernt werden. so lässt sich dieses Bauteil dann später besser einsetzten und kann dann nach dem das Dachluken Fenster eingebaut wurde, eingeschoben werden. Das überstehende Material am Bodenteil für die Zapfen der Rückwand an der Rückseite, müssen ebenfalls abgetrennt werden. Die Innentürverkleidungen wurden nicht im Kabinenteil eingesetzt und können mit den anderen Innenraum Teilen später Positioniert und von unten in das Kabinenteil eingeführt werden. Im vorderen Bereich der Innenraumteile muss ca. 2-3 mm Material abgetragen werden damit sich dann die Komplette Bodeneinheit samt Armaturenbrett und mit den Türverkleidungen in das Kabinenteil von unten eingeschoben werden kann. Aber auch an der Innenseite der Kabine im Bereich der Türe sollte auch etwas Material durch Schleifen oder Feilen vorsichtig abgenommen werden um das einschieben des Innenraums zu erleichtern. Mit Sanfter Gewalt und Vorsichtigem einschieben, kann nun auch die Innenraum Verkleidung eingesetzt werden.

 

 

Damit das vordere Paneel geöffnet werden kann wurde aus Blumendraht ein Scharnier gebogen. Um das richtige Maß zu ermitteln waren mehrere Versuche nötig.

 

 

Farbliche Details

 

Ist alles Lackiert werden weitere Farbliche Akzente gesetzt. Mit Schwarzer Wasser- oder Acrylfarbe werden nun Fugen und Vertiefungen des Kühlergrills ausgelegt umso mehr Tiefe darzustellen. Die Farbe wird mit einem mittleren Pinsel großzügig aufgetragen und nach abtrocknen mit einem zum Ballen geformten und angefeuchteten Papiertaschentuch so abgewischt, das dann nur noch in den Vertiefungen die Farbe verbleibt. (49, 50, 51) Die an Scheinwerfern am Rand erkennbare Schwarze Dichtung wird mit einem Schwarzen Wasserfesten Filzstift nachgebildet. Der so bearbeitet Rand des Scheinwerferglases, lässt denselben auch noch tiefer wirken.

 

 

Großflächige Scheiben einsetzten ohne dass dabei Kleberrückstände auf dem Material zurückbleiben, ist immer wieder eine Herausforderung für den Modellbauer. Beim einsetzten derselben kann bei diesem Bausatz sogar auf jede Art von Kleber verzichtet werden. Dazu wird die Frontscheibe geringfügig vorbereitet in dem links und rechts die Zapfen entfernt werden.  Am unteren Ende ist eine Lippe angegossen die eigentlich in das Kabinen Bauteil von innen angelegt werden soll. Diese Lippe wird ebenfalls komplett entfernt.  Dies sollte aber mit Vorsicht geschehen, da das Transparente Material recht spröde ist und leicht brechen kann. Nun wird die Frontscheibe oben eingesetzt und links und rechts hinter die A Säule des Modells eingeschoben, wobei man dann von unten die Scheibe Vorsichtig mit einem flachen Gegenstand oder Werkzeug ein gehebelt wird. Darauf ist noch zu achten das man mit dem Werkzeug das Lackierte Armaturenbrett nicht beschädigt.

 

 

Kleine Details wie z. b. Gummidichtungen werten ein Fahrzeugmodell umso mehr auf, desto sauberer diese gestaltet sind. Nicht nur das eine Gummidichtung Matt  erscheint diese sollte auch eine Scharfe Farbgrenze haben die zudem absolut gleichmäßig verläuft. Ist eine Modell Karosserie mit einem 2K Glanz Lack lackiert, können Acryl Farben (Tamiya) oder Farben auf Wasserbasis diesem Lack nichts mehr anhaben und können rückstandlos wieder entfernt werden und kann man sich für diese Farbliche Gestaltung zunutze machen. Mit einem Pinsel trägt man nun an den Stellen, an den eine Dichtung nachgebildet werden soll, Matt Schwarz, z. b. Tamiya XF-1, entlang der vorgesehenen Kontur der Gummidichtung auf. Geht etwas über den Rand hinaus kann dieser Überschuss wieder entfernt werden. Ist die Farbe getrocknet, wird nun mit einem angespitzten Holz Zahnstocher überall dort die Farbe wieder abgenommen/ abgeschabt wo zu viel aufgetragen wurde. Mit etwas Übung und geschickt kann man sich auch die Konturen der Fensterdichtung zunutze machen und fährt so mit dem Zahnstocher dort entlang das man nun eine gleichmäßig verlaufende Farbgrenze entsteht.

 

 

Jetzt kann das Modell mit seinen weiteren Details Komplettiert werden.

 

 

Die Fertigen Modelle.

  23. Modellbau Ausstellung

 

„ON THE ROAD“

 

Vom 10.03.-11.03.2018

 

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2. Steirische Modell-

Bautage

07. & 08. April 2018

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