EMHAR Bedford `OSB` SWB `O` Series 5-ton Recovery Truck M1:24

Dezember 2014

Nach dem Bedford „Tipper“, „Dropside“ und „Tanker“ folgt nun EMHAR´s Recovery Truck im Maßstab 1:24. Basierend auf dem „Tipper“ Fahrgestell, wurde diesem, ein einfacher Mechanischer Bergeaufbau mit zwei Seilwinden Montiert, der die Anfänge der Bergetechnik zeigt. Wie lässt sich dieses Modellbauen? Was sollte beachtet werden? Nachfolgend wird der Zusammenbau und Farbliche Gestaltung anschaulich beschrieben.

EMHAR hat sich hier gleich insgesamt vier Varianten des Bedorfd OSB zugewendet. Zum ersten der „Tipper“ (Kipplaster) denn den „Dropside“ (Pritschenwagen) dem „Tanker“ (Tankwagen) und dem Recovery Truck, mit einem Bergefahrzeugaufbau. Alle vier Fahrzeuge verfügen über dieselbe Fahrerkabine mit der Typisch Englischen Rechtslenkung und unterscheiden sich dann über deren Aufbauten und Radstände. Auch der Motor ist bei allen Bausätzen derselbe. Bei jedem der Bausätze kann Optional zwischen zwei Decal Versionen gewählt werden. Bei allen vier Bausätzen machten mir allerdings die Instrumenten Decals Probleme, die nach dem einweichen im Wasser zerfallen sind und somit nicht mehr zu verwenden waren. Abhilfe schaffte hier meine mittlerweile gut gefüllte Grabbel Kiste mit Decal Resten. Die Bauteile an sich sind wie bei allen anderen Drei Bausätzen, alle sauber gearbeitet und passen ohne nacharbeiten zusammen. Chromteile sucht man hier vergebens. Diese müssen über eine Lackiertechnik bzw. Chromfolie selber angebracht werden.


Begonnen wurde, wie in der Bauanleitung beschrieben, mit Motor, Rahmen, Felgen, Vorder- und Hinterachse. Diese Baugruppe kann wie alle weiteren in der Bauanleitung beschrieben, durchgehend zusammengebaut werden. Da die Türen der Kabine als Einzelteile beiliegen, aber an beweglichen Türscharnieren nicht gedacht wurden, fertigte ich aus 1mm Rundmaterial und 1mm Dicken Plattenmaterial diese selber an. So lassen sich die Türen später am Fertigen Modell wahlweise ein bzw. aushängen und öffnen bzw. schließen. Am einteiligen Bergeaufbau wurden dann auch noch den Rad Lauf mittels eines 1 mm dicken Materials betont. Die Beschädigten Flächen, hier verbeultes Blech, bildete ich mit meiner selbst entwickelten „Blech Beulen“ Methode nach. Aus dem Boden der Aluschalen von Fertiggerichten, wurde ein ca. 6 cm x 6 cm großes Stück herausgetrennt und zerknittert. Dieses zerknitterte Stück Aluminium Folie wird nun so auf eine zuvor mit einem Industrie Fön erhitzte stelle gedrückt, das sich die Knitterstruktur der Folie auf das durch die Hitze erwärmte Kunststoff Material überträgt und diese eben wie verbeultes Blech aussehen lässt wo eben etwas dagegen gestoßen ist. Diese stellen werden dann später noch Farblich dementsprechend hervorgehoben.


Fahrzeuge aus dieser Zeitepoche hatten damals noch nicht die gestalterische Zuneigung erfahren, wie es heutzutage der Fall ist, weil es in erster Linie auch nur ein Arbeitsgerät gewesen ist. Aus diesem Grund ist meine Farbauswahl auch dezent ausgefallen und habe mich dann an ein gebrauchtes aussehen und fehlender Pflege des Fahrzeugs Orientiert. Für abgeplatzten und zerkratzten Lack bis auf das Blech darzustellen, kommt hier die sogenannte Haarspray Methode zum Einsatz. Als Untergrund der später die Farbe des Bleches darstellen soll, wurde alles mit Testor Magnesium Nr. 1403 Lackiert. Nach gutem Trocknen der Farbe, kam hier dann schon das Haarspray zum Einsatz. Mit diesem Auftrag verhindert man dass der spätere Farbauftrag mit dem Untergrund eine unlösbare Verbindung eingeht und kann Dosiert direkt aus der Spraydose Vorsichtig aufgetragen. Trägt man nun ebenfalls nach ausreichender Trockenzeit die Farbe auf, kann diese später an markanten stellen wieder durch reiben mit einer Zahnbürste und etwas Wasser so entfernen das es wie abgeplatzter Lack aussieht. Sind alle stellen soweit bearbeitet kann man nun das Ganze mit einem Klarlack Versiegeln. Der Rahmen, Motor, Boden mit Feuerwand und Armaturenbrett sowie die Sitze und Treibstoff Tank sind auch Farblich gestaltet. Mit Farbpigmenten der Tönung Umbra gebrannt, Rostrot und Schwarz wurden an demselben, markante Schmutzecken angebracht, die sich durch Jahrelange Nutzung und mangelnder Pflege zwangsläufig an solchen Stellen bildet. Die Kabine, Türen, Haube und Bergeaufbau wurden dann mit Ölfarbe der Tönung „Umbra gebrannt“ patiniert. Ich gebe zu, für diejenigen die das zu ersten Mal machen wollen, kostet es Überwindung dann alle Teile mit dieser Ölfarbe zu bedecken. Aber auf diese Weise ist es auch eine Möglichkeit mit geringen Mitteln eine dementsprechende reale Verschmutzung und mit einer einfachen und wiederholbaren Technik zu erzielen. Der Überschuss der Ölfarbe wird nun mit einem Papiertaschentuch so abgerieben das in Ecken und Vertiefungen ein Rest zurück bleibt. Dies ergibt dann die Oberflächenverschmutzung. Weiterer Vorteil der Ölfarbe hier ist das diese nur sehr langsam antrocknet und man viel Zeit für diese Bearbeitung hat. Hat man mal eine Stelle nicht nach seinen Vorstellen hinbekommen, kann man hier mit Terpentin und einem Tuch diese Stelle Dosiert wieder säubern und die Bearbeitung wiederholen.


Akzente und hin Gucker laden den Betrachter solcher Modelle immer wieder zum Anschauen ein. Hier entfernte ich den Tankdeckel und ersetzte diesen dann nur durch einen „Lappen“ der an Stelle des Deckels, der in den Einfüllstutzen gedrückt wurde. Der Einfüllstutzen des Tanks wurde das Rohr aufgebohrt, in dem später dann der Putzlappen hinein gestopft wird. Der Lappen entstand aus einem Stück 10 mal 10 mm großen Papiertaschentuch das dann mit Handelsüblicher Wasserfarbe eingefärbt wurde. In diesem Falle war es Rot um einen kleinen Farbtupfer zu setzen. Es können Natürlich auch alle anderen Farbtöne verwendet werden. Damit dann der „Lappen“ später auch in seinem Faltenwurf erhalten bleibt, wurde unter die Wasserfarbe etwas Holzleim gemischt, der dem ganzen nach dem Austrocknen dann die nötige Steifigkeit verleiht und zum anderen am Modell Fixiert.


Fazit

Auch mit diesem Bausatz setzt EMHAR die Bedford Serie konsequent fort. Bereits der Kipplaster (Tipper), der Pritschen LKW (Dropside), oder Der Tankwagen bereiteten viel Bastelspaß. Folgt man der guten Bauanleitung sollten keine Probleme beim Zusammenbau rückt wurdeen ein.olgend wird der zusammenbau und Gestaltung anschaulich bescentstehen. Um das Quartett zu komplettieren sollte auch dieser Bausatz in keiner Sammlung fehlen, der sich für diese Art Fahrzeuge und Technik Interessiert. Auch hier besteht genügend Freiraum aus einem Serien Bausatz ein Unikat zu machen. Lediglich die Suche nach Vorbild Material gestaltet sich nicht so einfach was nicht heißt das im Internet nichts zu finden ist.


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