Citroen Fourgon Type H, HELLER M1:24

16.01.2016

 

Heller, ein Französischer Modell Hersteller den es schon mehrere Jahrzehnte auf dem Markt gibt, bringt uns mit dem „Citroen Fourgon Type H“ ein Stück Französische Fahrzeug Geschichte in Form eines Plastikspritzguss Bausatzes auf den Basteltisch. Unter anderem ist dieses Fahrzeug auch neben der „Ente“ 2CV“  der Inbegriff Französischer Fahrzeug Kultur und aus vielen Französischen Spielfilmen und TV Serien bekannt.

 

Öffnet man den Karton findet man 4 in Silbergrauen Kunststoff und 1 Spritzguss Rahmen in Transparenten Kunststoff vor, die alle einzeln, zum Schutz vor verkratzen in Polybeutel Verpackt sind, vor. Zu dem 5 Weichgummi Reifen und einen Decal bogen aus dem man mindestens 3 Verschiedene Versionen bauen kann. Wie auf der Verpackung schon zu lesen ist besteht das Modell aus insgesamt 138 Bauteilen.

 

Betrachtet man sich die Bauanleitung und die Bauteile genauer fällt auf das man das Fahrzeug in zwei verschiedenen Karosserie Versionen bauen kann. Der Unterschied liegt hier an der Front der Motorhaube und Windschutzscheibe, die hier einmal geteilt oder durchgehend ist und am Heck mit Verschiedenen Fenster Größen.

 

Studiert man die Bauanleitung genauer und vergleicht jetzt die einzelnen Baustufen mit den Bauteilen, stellt man in Baustufe 14 einen kleinen Fehler in der Beschriftung der Nummerierung der Bauteile an Spritzguss Rahmen B fest. Hier sind es die Bauteile B12 und B13. Am Spritguss Rahmen B haben sie die Nummern 18 und 19 !

 

Obwohl mein Bausatz komplett in Folie Verschweißt zu mir kam, stellte ich fest dass auch das Decal für den Tacho fehlt. Ein befreundeter Modellbauer, der sich ebenfalls diesen Bausatz gekauft hat stellte beim Öffnen seines Bausatzes fest, der ebenfalls komplett in Folie eingeschweißt war, das er „nur“ Decals für die Kennzeichen und eben für den Tacho und das in zweifacher Ausfertigung. Auch seine Bauanleitung weist hier nicht die verschiedenen Decal Möglichkeiten auf wie sie in meinem Bausatz vorliegen. Gibt es hier zwei verschiedene Auslieferung Versionen?

 

Offensichtlich scheint es hier zwei Versionen der Bausätze zu geben. Ich bekam hier ein Foto der Bauanleitung meines Freundes. Als Vergleich dann die Seite aus meiner Bauanleitung. Was das wohl für Gründe haben kann?

 

Bauplan Seite meines Freundes.

 

Meine Bauplan Seite.

 

Etwas schmunzeln musste ich über die eingedeutschten Texte und Anmerkungen die sowohl Außen auf dem Karton als auch in der Bauanleitung abgedruckt sind. Diese lesen sich als hätte man die Französischen Texte lediglich mit einem Übersetzungsprogramm ins Deutsche Übersetzt. Vom Sinn her kann man aber trotz alle dem Verstehen was hier gemeint ist bzw. was gemacht werden soll.

Der Zusammenbau

 

Baubeginn; Angefangen mit den Baustufen 1, 2 und 3 wurden die Teile herausgetrennt, gesäubert und auf pass Genauigkeit geprüft. Bei Bauteil B6 ist drauf zu achten das beim heraustrennen aus dem Gussrahmen die Location pins oberhalb der spitz zulaufenden Seiten nicht abgetrennt werden. Diese werden später noch beim einsetzten im Motorraum benötigt.

 

Die Verstrebungen habe ich hier aus Stabilitätsgründen abgetrennt und durch Stabilen Blumendraht des selben Durchmessers ( 0,8 mm ) ausgetauscht.

 

In diesem Rahmenteil wird dann auch der Motor eingesetzt der als nächstes in den Baustufen 4 – 11 Zusammengebaut wird.

 

Die Motorteile sind gesäubert und noch ohne Kleber nur zusammengesteckt. Leider gibt die Bauanleitung keinen Hinweis darauf wie dieses 4 Zylinder Triebwerk Farblich gestaltet wird. Gott sei Dank gibt es im Internet mittlerweile viele Vorlagen an denen man sich Orientieren könnte.

Auf ein ist allerdings zu Achten. Die Nummerierung der Bauteile im Bauplan stimmt hier und da nicht mit der Nummerierung am Spritzling überein. In diesem fall soll das Bauteil mit der Nr. D7 verbaut werden. Am Spritzling hat das Bauteil aber die Nr. 9. Genauso ist es mit den Radkästen innen auf der Ladefläche. Hier soll C1 verbaut werden, am Spritzling ist das Bauteil dann aber mit 3 Nummeriert. Das ist jetzt kein Qualitätsmangel der Bauteile verwirrt. Bis hier her ist mir das in Baustufe 14, 19, 23, 24 und 27 aufgefallen.

Nun wird das Chassis zusammengebaut. Die Teile passen sehr gut. Hier und da sollte man die eine unvermeidbare Formen Naht entfernen. Zwei dreimal mit der Klinge des Bastelmessers darüber geschabt und mit feinem Schleifpapier geglättet reicht schon.

 

Damit ich später die Karosserie besser Lackieren kann habe ich den Stoß und Kratzschutz am Einstieg vorne abgetrennt.

 

Nun wurden die Seitenwände am Chassis Montiert….

 

Die erste passprobe des Motorgestells ist auch positiv verlaufen. Alles sitzt so wie es soll.

 

Die Radkästen, Innen am Fahrzeug auf der Ladefläche, sind auch angebracht.

 

Weiter geht es mit der Front. Hier habe ich mich für die 1964iger Version mit der durchgehenden Fronscheibe entschieden.

 

Das Armaturenbrett ist von Innen auch schon eingesetzt.Trocken und noch ohne Kleber die erste passprobe.

 

Am Kühlergrill sollte mit einem Scharfen Bastelmesser derselbe etwas nachgearbeitet werden.

 

Da die Frontscheibe und das Karosserieteil aus einem Stück besteht und aus einem Transparenten Kunststoff Hergestellt ist, wird das „Fenster“ mit einem Tape innen wie außen Maskiert. Den Kühlergrill habe ich noch nicht eingeklebt um von innen besser Lackieren zu können.

 

Die Motorenteile und der Vorderwagen sind Lackiert und können zusammengebaut und weiter Farblich abgestimmt werden.

 

Die Silbernen Flächen sind mit Tamiya Aluminium Matt Lackiert worden und dann noch mal mit Graphit abgerieben worden. Nach dem Zusammenbau wurden die Ecken mit Schwarzen Farb- Pigmenten in Pulverform mit dem Pinsel aufgetragen Sodas eine Schattenwirkung und angesammelter Schmutz dargestellt wird.

 

Nun kann der Fertige Motor auch in den Vorderwagen eingesetzt werden. Dieser passt hervorragend.

 

Diese Einheit wird dann wiederum unter der Karosserie Montiert. Auch diese Passprobe ist gelungen.

 

Jetzt wurden die beiden Sitze zusammengebaut und angepasst.

 

Am Dach und an den Seitenwänden sind zwar Zapfen und Löcher die die Positionierung vorgeben, sind aber nicht so gut ausgebildet als das diese dann wirklich ihren Zweck erfüllen und wurden durch 0,8mm Blumendraht stücke ersetzt. Zunächst wird auf der Rückseite des Daches die Angüsse entfernt damit dieses dann auch richtig passt.

 

An dem Frontteil wurde oberhalb der Windschutzscheibe die Zapfen durch 0,8 mm Blumendraht Zapfen ausgetauscht. Die Löcher auf der gegenüberliegenden Seite wurden geringfügig aufgebohrt.

Ist dies gemacht wird das Dach zur Probe aufgesetzt und auch das Frontteil eingesetzt.

 

An dem Modell sind die Türen wahlweise ganz offen oder eben Geschlossen darzustellen. Mein Persönlicher Anspruch hier ist es aber die Türen beweglich zu gestalten. Dazu verwendete ich 0,8 mm Messingrohr und 0,6 mm Messingdraht als Zapfen.

 

Hier werden am der Stirnseite mit einem 0,5mm Bohrer Löcher für die Zapfen gebohrt. Hier werden zuvor im 90 Grad Winkel abgebogene 0,5 mm Draht stücke eingesetzt.

 

 

 

An der B Säule werden nun die Gegenstücke gefertigt. Mittels eines Rollschnittes mit dem Bastelmesser werden von dem Messingrohr 3 mm lange stücke abgeschnitten und an einem ende wiederum 0,5 mm im 90 Grad Winkel gebogene Stücke eingeklebt.

 

An der B Säule werden nun auch mit dem 0,5 mm Bohrer Löcher gebohrt und die Scharnierstücke mittels Sekundenkleber eingesetzt.

 

Jetzt werden noch die Türen ein gehangen und die Front wieder eingesetzt.

 

Die Heck Klappe und die die Türen können aus dem Bausatz entweder nur geöffnet oder geschlossen dargestellt werden. Dazu sind an den Kanten Zapfen bzw. Winkel, die je nach dem in welchen zustand man die Türen/ Klappen darstellen möchte abgetrennt werden müssen. In diesem Falle werden alle überstehenden Teile mit der säge abgetrennt. Hier wurde, wie auch schon bei den Türen vorne, aus 0,8 mm Rohrmaterial und 0,5mm Kupferdraht Scharniere angefertigt, sodass diese Klappe und die Türen drehbar sind.

 

 

 

Damit der Vollgummi Reifen auch richtig auf der Felge sitzt müssen die Angüsse entfernt werden die wie ich finde etwas unglücklich Positioniert sind da diese genau in der Falz des Felgenkragen liegen und dieser auf keinen Fall Beschädigt werden darf da man später diese Schadstelle sehen würde. Die Felgen trennt man Vorsichtig aus dem Rahmen und sägt mit einer Resin säge unter dem Felgenkragen die Anguss stellen Vorsichtig ein und schneidet mit einem Scharfen Messer diese Angüsse weg das dann eine Saubere Falz entsteht, wie auf den Bildern zu sehen ist.

 

Wer die Stoßdämpfer der Hinterachse in Baustufe 54 & 55 sucht, die Baustufe 54 gibt  es übrigens zweimal, einmal auf Seite 15 in der die Felgen samt Reifen Montiert werden und noch mal Seite 16 in der dann die Frontscheinwerfer Angebracht werden, findet die Stoßdämpfer am Rahmen B und haben die Nr. 23.

 

Weiter geht es mit der Schiebetüre auf der rechten Seite. Auch diese ist entweder Geschlossen oder offen darzustellen. Ich Persönlich möchte hier aber auch eine Funktion drin haben und habe hier mit einem evergreen U Profil und 0,3 mm dicken Polystyrol streifen dann den Schiebetür Mechanismus ganz einfach selber hergestellt.

 

Sesam Öffne Dich…..

 

Jetzt kommt Farbe ins Spiel. Zunächst wurde in einem Rostfarbton alles „Grundiert“ und nach gutem Trocknen dann in einem hellen Grau Lackiert.

 

 

 

 

Zu Beginn hatte ich eigentlich nicht vor dieses Modell benutzt und Alt aussehen zu lassen. Je mehr Bilder ich aber im Netz gefunden habe entschied ich mich dann zumindest eine Sichtbare Verschmutzung an dem Modell an zubringen. Nach der Grauen Lackierung wurde mit sehr feinen Schleifpad oder Schleifpapier dann die Graue Lackierung wieder so angeschliffen das hier die Rostfarbe durch kam.

 

Mit Stahlwolle 00 wurde noch mal nachgerieben um zu vermeiden dass man auf den Kunststoff durchschleift.

 

Um den in den Ecken und sicken gesammelten Schmutz darzustellen hatte ich in der Vergangenheit immer das Ölwashing vorgezogen. An diesem Modell habe ich mal eine andere Technik ausprobiert. Mit dem Pinsel wird oberflächig in den Ecken sicken und fugen nun schwarze Farbpigmente aufgebracht und leicht in die Ecken, Fugen und Sicken eingerieben.

 

Mit einem Schaumstoff stück wird nun über die Fläche bzw. Ecken, fugen und Sicken gerieben so das dann nur noch in denselben die Pigmente hängen bleiben. Man kann aber auch mit dem Schaumstoff stück Farbpigmente aufnehmen und mit diesem dann fein verteilen.

Die Felgen wurden nach der gleichen Methode bearbeitet.

 

Die Karosserie ist auch Grau Lackiert. Nun wird der Unterboden und der Fußraum des Fahrers und Beifahrers Matt schwarz Lackiert der später dann noch nachbehandelt wird.

 

Damit auch die Gummidichtungen der Scheiben Randscharf Lackiert werden können wurden hier mittels der CNC Fräse die auch Schneidplotten kann, Abdeckmasken Hergestellt.

Nach dem Lackieren mit Matt schwarz wird dann direkt im Anschluss demaskiert.

 

Die Reifen und Felgen waren ja bereits fertig gestaltet worden. So kann dann das Reserverad auch hinter seiner Verkleidung eingebaut werden, von dem man dann nicht mehr viel sieht wenn man die Klappe nicht auch zum Öffnen gestaltet. Dieses Detail habe ich hier dann nicht nachgearbeitet.

 

Der Innenraum wurde Farblich überarbeitet und im Anschluss daran dann das Dach und die Front an der Karosserie Montiert. Die Gummis halten die Bauteile in Position bis der Kleber ausgehärtet ist.

 

Bevor nun weiter verschmutzt wird werden die Decals seitlich aufgebracht. Da man auch hier eine Verwitterung erkennen soll, wurden die Decals mit Schleifpapier bearbeitet.

 

… und auf dem Modell Platziert.

 

Die Sitze, Pedalerie, Lenkrad und Schalthebel wurden auch alle eingebaut.

 

Jetzt kann auch weiter gealtert werden. Hier gib ich mal einen anderen weg und setzte keine Ölfarben sondern nur Farbpigmente ein umso Schattierungen und Oberflächigen Schmutz nach zustellen. Mit dem Pinsel Vorsichtig und Dosiert aufgetragen wurden diese Pigmente hier Schwarz, in die Ecken und fugen eingerieben und später mit einem Schaumstoff Stück wieder so abgerieben das eben der Eindruck von anhaftenden Schmutz entsteht und die Ecken Dunkler wirken, weil sich hier ebenfalls der Schmutz Sammelt.

Weiter geht es mit dem Unterboden und dem einsetzten der Motoreinheit mit Vorderachse.

 

Aber Moment mal... da ist doch noch eine Auspuff Halterung?! Mal eben in der Bauanleitung geblättert und wieder nix dazu gefunden! Also mal im Netzt nach Bilder vom Unterboden geschaut. Da fand ich ein Bild wo eben nur ein End Rohr unter dem Wagenboden endet…!

 

 

Hier noch mal alle Spritzlinge nach geschaut und Tatsächlich, am Spritzling B ist das Bauteil 22 das End Rohr das hier verbaut werden muss.

 

Die Motorraum Klappe vorne ist dann auch angebaut und verdeckt leider den schön gestalteten Motor. Hier könnte man noch ein Scharnier Bauen, das man Vorbildgerecht diese Abdeckung öffnen kann.

 

Auch die Stoßstangen sind angebaut worden. Fehlen noch die Zwei Griffe an der A Säule und die Seitenspiegel, dann wäre auch dieses Modell soweit Fertig.

  23. Modellbau Ausstellung

 

„ON THE ROAD“

 

Vom 10.03.-11.03.2018

 

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2. Steirische Modell-

Bautage

07. & 08. April 2018

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