BMW 2002 tii (1971) Hasegawa M 1:24

26.07.2017

 

Historische Fahrzeuge und Youngtimer sind immer wieder beliebte Modell Vorlagen. So hat Hasegawa nun den BMW 2002 tii von 1971 als Vorbild genommen diesen im Maßstab 1:24 uns als Bausatz auf die Basteltische zu legen. In der Vorstellung sieht man die Teile, die einen guten Eindruck machen….

 

 

Aus diesen Haufen Plastik soll dann mal ein BMW 2002 tii 1971 im Maßstab 1:24 entstehen.

 

 

 

 

Laut Bauanleitung wird mit dem Innenraum, Armaturenbrett, Lenker und Lenksäule sowie den Sitzen begonnen.

 

 

Auch um den ersten Umbau bin ich nicht drum rum gekommen, hier der Schaltknüppel. Laut Bauanleitung soll die Stange des Schaltknüppel, die man nur ca. knapp 1 mm sieht in Silber Lackiert werden. Diese Farbliche Gestaltung mit dem Pinsel oder Airbrush ist so gut wie unmöglich diese Arbeit exakt Sauber auszuführen. Hier setzte ich anstelle des Kunststoffes einen 0,6 mm Draht ein der nach dem Lackieren mit der Scharfen Klinge des Bastelmessers, die Farbe wieder Randscharf abschaben kann.

 

 

Weiter geht es am Unterboden. Die nächsten Bauteile sind hier die Ab schlepp Ösen vorne und hinten, der Auspuff und die Hinterachse mit Federbeinen.

 

 

Zunächst aber noch mal eine Trockenpass Probe des Innenraumes zur Kontrolle.

 

 

Die Einzelteile der Federbeine, Querträger und Stabilisatoren und Auspuff Anlage  im Überblick…

 

 

Und auch hier eine Trockenpassung der Teile am Unterboden.

 

 

An der Hinterachse ist zu beachten dass man diese nicht komplett zusammenbaut da zwischen der „Hinterachse“ und den „Querträgern mit Stabilisator und Achstrommeln, die Auspuff Anlage durchgeführt werden muss, da man sonst beim Zusammenbau ein Problem bekommen kann.

 

 

Das Interieur und der Unterboden sind bereits soweit vorbereitet dass diese Farblich gestaltet werden können und nehme mir hier jetzt die Karosserie vor. Diese ist aus einem Bauteil und die Proportionen sind für mein Empfinden sehr gut gelungen. Dennoch gibt es hier Details die nachgearbeitet werden können.

 

 

Da sind zum einen die Formennähte. Die Spritzguss Formen sind heut zu tage bereits so Konstruiert das die Formennähte so gewählt sind das diese mal an exakt an den Kanten der Bauteile liegen oder eben an den stellen die einfach und schnell nach zu Arbeiten sind. Es gibt aber auch Oberflächen Details wie z. b. die Fugen von Türen Motorhaube oder Kofferraum Deckel, die zum Teil je nach dem wo diese sich in der Form dann befinden nur leicht angedeutet sind damit das Bauteil sich auch Problemlos aus der Form entformen lässt. Da Verschwinden dann später beim Lackieren diese Fugen, weil hier die Farbe hinein läuft, da kann man noch so dünn auftragen die Fuge läuft mit Farbe zu. Da ist ein Nachgravieren oft unumgänglich. Mit ausrangierten Dental Werkzeug werden nun die Fugen zunächst ganz Vorsichtig und Sorgfältig ausgekratzt so dass diese dann tiefer sind. Später beim Lackieren wird sich dann zeigen welchen das sich die Mühen dann gelohnt haben und die Fugen können dann mit schwarzer Farbe ausgelegt werden so dass die Fugen noch besser zur Geltung kommen.   

 

 

Besonderes Highlight sind die Rückscheinwerfer.

 

Diese bestehen aus gut 4 Teilen, sind unterteilt und sehen nach der Farblichen Gestaltung sicher sehr gut aus. Schöne Konstruktion die sich sehr gut bemalen lässt

 

Nun stellt sich wieder mal die Frage, wie gestalte ich den Unterboden?

 

 

- Soll ich jede Schraube ausarbeiten?

 

- Soll der Auspuff wie Frisch aus dem Lager aussehen?

 

- Soll die Ölwanne ohne jeglichen Makel sein?

 

 

Hm…. Könnte man machen, aber lohnt sich die Arbeit dann auch? Gut das muss jeder für sich selber entscheiden. Ich sage mir, auch ein Gepflegter Old- bzw. Youngtimer darf am Unterboden Schmutzig sein. Im Internet findet man dazu auch einige Bilder die zumindest meine Theorie unterstützen dass nicht jedes Fahrzeug, wenn es nicht gerade vom Band gelaufen ist, Pikobello Sauber ist zumindest was den Unterboden betrifft. Im Internet fand ich diese Bilder von Unterböden verschiedener BMW´s dieses Typs.

Ein Mix aus Schwarz, Grau Staub Dreck Öl und die verschiedensten Rost Farbtöne.

 

Auch in einem gepflegteren Zustand sieht es nicht viel besser aus. Immer noch sind viele Staub, Dreck, Öl und Rostanhaftungen zu sehen. Also werde ich auch den Unterboden am Modell dementsprechend Farblich gestalten wie ich es schon in der Vergangenheit bei einigen Modellen gemacht habe. Hier ein paar Beispiele.

 

 

Revell BMW Istetta M 1:16

 

 

Revell VW T1 Samba Bus M 1:16

 

 

Tamiya ISUZU Vehi Cross M 1:24

 

 

MENG Hummer H1 M 1:24

 

 

MENG Ford F-350 M 1:24

 

 

Jetzt kommt Farbe ins Spiel. Der Unterboden, Achsen und Auspuff so wie die Innenschale und Sitze mit Rückbank und Armaturen Brett samt Lenkrad, haben einen Farbauftrag bekommen.

 

Wie zu Beginn schon erwähnt hatte ich die Stange des Schalthebels, der laut Bauanleitung in Silber Lackiert werden sollte, durch einen silbernen Blumendraht ersetzt. Weil das abkleben dieser kleinen Fläche so gut wie nicht möglich war wurde diese mit Lackiert und später mit der Schneide des Bastelmessers die Farbe wieder abgeschabt so das hier der Metallische Effekt sich einstellt.

 

Jetzt werden noch die Sitze, Armaturenbrett und Lenkrad samt Mittel Konsole in die „schale“ eingebaut und das Interieur ist soweit zusammen gebaut. Leider hat Hasegawa die Innentür bzw. innen Seiten Verkleidungen nicht besonders Detailliert wieder gegeben so das Fensterkurbel, Türöffner und Seitengriffe wie auch angedeutete Zierleisten komplett fehlen. Selber nach bauen ist nicht unmöglich, wird aber schwierig, da der Platzbedarf nicht vorhanden ist. Viel sehen wird man später davon sicher nicht und ist die Fragen ob man das dann später so eindeutig erkennen kann was da fehlt.

 

 

Jetzt geht es mit dem Unterboden weiter. Wie schon zuvor geschrieben wird dieser verschmutz aussehen. Hier verwende ich Farb- Pigmente Schwarz, Umbra Gebrannt und einen Rost Farbton. Als erstes wird mit Umbra Gebrannt und einem Trockenen Pinsel die Pigmente überall auf der Oberfläche und vor allem auch in Fugen und ritzen aufgebracht. Keine Angst wenn was zu viel auf der Oberfläche ist, dies kann man später mit den schwarzen Pigmenten dann wieder abdunkeln.

 

 

Mit dem Rost Farbton werden nun stellen gestaltet an den sich bereits etwas Rost gebildet hat aber noch nicht durchgekommen ist aber dennoch eine Rostbildung zu sehen ist.

 

 

Mit Umbra Gebrannt werden auch die Rad Läufe ausgestrichen so als ob durch die Zentrifugalkraft der Reifen der Schmutz und Dreck in dieselben geschleudert wurden.

 

 

Mit einem stück Schaumstoff kann man den Auftrag auch noch so verreiben, das man die auftragsspuren nicht mehr erkennen kann und es so realistischer aus sieht.

 

 

Mit eingetrockneten Silber dessen Farbpigmente man in einen Großen weichen Pinsel einmassiert, werden diese so über die Oberflächen Details gestrichen das  die Pigmente dann an den Oberflächen Details und Kanten haften bleiben und so den Eindruck von Spitzenlichter erreichen.

 

 

Der Unterboden wird nun Komplettiert. Zunächst das angedeutete Getriebe mit der angetriebenen Hinterachse eingesetzt.

 

Und nun, was zu beachten ist, der Auspuff.

 

Dann folgen die Querlenker vorne und hinten und der Unterboden ist soweit zusammengebaut.

 

 

Jetzt können die Felgen Lackiert werden. Hier habe ich mich für das METALLIC GREY XF-56 von Tamiya entschieden. Vorab wurde an den Felgen der Innenseite aber noch etwas Material abgenommen.

 

 

Auf Bildern Fertiger Modelle aus dem Internet, sieht man die nicht gerade Vorbildgetreue Felgen von der Rückseite und sieht nicht wirklich schön aus da man diese auch von der Rückseite sieht. Hier ist Hasegawa zu viele Kompromisse eingegangen und macht das seit her bei allen seinen Felgen so.

 

 

 

 

Auch der Kühlergrill und die Rückleuchten werden nun Zusammengebaut. Der Schwarze innenliegende Grill sind Einzelteile und lassen sich sehr gut Lackieren und auch in das Chrombauteil einsetzten. Die Lampengläser Schwärze ich an der Kante immer mit einem Schwarzen Filzstift und imitiere hier die Dichtung die am Original zwischen Lampenglas und Gehäuse sitzt. Zudem gibt es dem Scheinwerfer auch noch eine gewisse Tiefe.

 

 

Die Glasteile der Rückleuchten sind drei einzelne Klare Teile. Mit den Tamiya Klarmalfarben Lackiert sehen diese aus wie das Original Vorbild.

 

 

Wie an meinen Trucks, müssen auch an meinen PKW Modellen die Scheiben zum Teil heruntergekurbelt sein. So auch an diesem BMW. Dies gibt zum einen, einen besseren Einblick ins Innere und  sieht zudem auch noch Dynamischer aus. Damit ich weiß wo geschnitten werden muss wird das ganze erst mal angezeichnet. Besser geht das wenn man die Fläche mit einem Klebeband ab klebt und darauf anzeichnen kann.

 

 

Mit einer Trennscheibe wird erst mal Groß ein Loch geschnitten und dann mit einer Feile bis an die Linien nachgefeilt. Zwischendurch sollte immer mal wieder Kontrolliert werden ob die Öffnung dann genau über den Türholmen der Karosserie liegt.

 

 

Als kleines aber auch sichtbares Detail möchte ich noch den Ausstellbeschlag der seitlichen Heckfenster innen nachbilden. Aus diesem Grund sind die hinteren Scheiben auch noch abgeklebt um dann die genaue Position zu Markieren.

 

 

Jetzt wurde auch der seitliche Stoßschutz unterhalb der Türen und Karosserie mit 0,5 mm Rundmaterial Fixiert, da an den Teile keine Fixierpunkte waren, damit man diese hier an der Karosserie ohne Kleberückstände Vernünftig befestigen kann.

 

 

 

 

Schade!  Ich habe es mir fast schon gedacht.

 

 

 

Eigentlich eine schöne Sache das die Zierleisten als Einzelteile dem Bausatz beiliegen. Sicher Zierleisten sind Verchromt, dann sollten sie das an der Modellnachbildung auch sein. Auch sind die Anguss Kanäle schon so gewählt, das diese zur Klebe stelle hinweisen aber durch das Verchromen sammeln sich hier die flüssigen Beschichtungsmaterialien für die Verchromung in den Ecken derselben. Da kann der Modellbauer auch noch so aufpassen wie er will, die Chromschicht wird unweigerlich auch an den sichtbaren stellen beschädigt. Ein ausbessern ist so gut wie unmöglich. Auch besteht die Gefahr das durch das abtrennen und säubern der Anguss stellen diese Teile schnell zerbrechen. Ein Geduldsspiel das so manchen Modellbauer Graue Haare wachsen lässt.

 

 

 

Also versuche ich nun mein Glück mit Polierten Blumendraht des Durchmessers 0,8 mm. Der erste Versuch war schon vielversprechend.

 

 

Nun bog ich erst mal ein langes Stück Draht so um die Karossiere das dieses dann gut anliegt. Später wird dieses dann auch an den Fugen der Türen, Haube und Kofferraumdeckels getrennt.

 

Nach dem anpassen des Drahtes, wurde dieser aufpoliert.

 

Nun wurde mit Alclad 2 Grey Primer & Filler Grundiert und nach einem leichten zwischenschliff mit Tamiya  Sky Grey XF-19 Lackiert. Danach bekam diese Lackschicht noch eine 2K Glanz Lackierung.

 

Die Zierleisten an der Karosserie wurde nicht die beiliegenden Decals verwendet sondern in Alaclad Chrom Lackiert. Vorher muss aber sorgfältig abgeklebt werden.

Jetzt können auch die neuen Zierleisten mit Sekundenkleber angebracht werden.

 

Auch alle anderen Details wie Scheinwerfer, Rücklichter und Stoßstangen können Montiert werden.

 

 

Jetzt ist es an der Zeit wo Chassis und Karosserie zusammengesetzt werden können. Es Empfiehlt sich das Chassis von der Front her einzusetzen und dann mit einem flachen Holzstäbchen oder Dental Spachtel mit sanfter Gewalt die Karosserie dort auseinander zu biegen damit das Chassis eingesetzt werden kann.

 

 

 

 

Jetzt noch Seitenspiegel, Antenne und Scheibenwischer Montiert, fertig ist auch dieses Modell.

 

 

Habe fertig!

 

03.08.2017

  23. Modellbau Ausstellung

 

„ON THE ROAD“

 

Vom 10.03.-11.03.2018

 

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2. Steirische Modell-

Bautage

07. & 08. April 2018

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